Montag, 4. August 2008

Familie Van der Vaart sagt Hamburg Adieu: HSV-Boss bedankte sich beim Ex-Kapitän

  • Transfer-Coup zu Real bei Nacht und Nebel besiegelt
  • Letzte Grüße von Real-Neuverpflichtung an HSV-Fans

Eine nächtliche Telefonkonferenz der Präsidenten des Hamburger SV und von Real Madrid hat das wochenlange Hickhack um Rafael van der Vaart beendet. Bis weit nach Mitternacht glühten die Drähte zwischen dem auf Mallorca urlaubenden Bernd Hoffmann und dem Spanier Ramon Calderon, am Ende einigte man sich auf mehr als 15 Millionen Euro Ablöse für den niederländischen Fußball-Starakteur, der von 2005 bis 2008 in 74 Bundesliga-Spielen 29 Tore erzielte. Die am Wochenende gebotenen neun Millionen Euro für den einst für fünf Millionen Euro von Ajax Amsterdam gekommenen Linksfuß wurden schnell erhöht.

"Der HSV und Rafael hatten gemeinsam drei sehr erfolgreiche Jahre. Rafael war Kapitän der Mannschaft und hat mit seinen hervorragenden Leistungen für ganz besondere Fußball-Momente gesorgt. Wir wünschen ihm für seine neue Herausforderung viel Erfolg", schloss Hoffmann den Wünschen an.

Van der Vaart, dessen Mutter Spanierin ist, soll bei Real einen Fünfjahresvertrag mit einem Nettogehalt von drei bis vier Millionen Euro im Jahr unterzeichnen.

Van der Vaart bedankt sich bei HSV-Fans
Höflich bedankte sich der Publikums-Liebling auch für die Unterstützung, die er in den vergangen Jahren an der Elbe erfahren hat. "Ich bin sehr glücklich, dass ich beim HSV diese Erfahrungen machen durfte", schrieb van der Vaart. Und: "Kein anderer Club und seine Fans behandeln einen so so zuvorkommend wie der HSV - Sylvie und ich werden Euch nie vergessen."

Nach dem Abschied des Kapitäns zwei Wochen vor Bundesliga-Beginn am 15. August bei Bayern München geht für Beiersdorfer nun der Stress um die Suche nach Ersatz in die heiße Phase. "Wir brauchen noch Offensiv-Spieler", forderte Trainer Martin Jol. (apa/red)

4.8.2008 15:50