Austria Kärnten ringt um Liga-Anschluss:
Sieg vs. Mattersburg für Kellerkinder Pflicht
- Schinkels will Steigerung gegenüber letzter Runde
- SV Mattersburg hofft auf ein Ende der Negativserie

Erst fünf Runden der Fußball-Bundesliga sind absolviert, trotzdem geht es für den SK Austria Kärnten im zweiten Heimauftritt gegen den nicht unbedingt auswärtsstarken SV Mattersburg heute (19.30 Uhr/live Premiere Konferenz) um mehr als nur den ersten Saisonerfolg. Die nach dem erfolglosen ersten Auftritt in der Hypo-Group-Arena mit der "Roten Laterne" des Tabellenschlusslichts ausgestatteten Klagenfurter drohen bei einer weiteren Pleite schon früh Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.
Nach saisonübergreifenden neun Bundesliga-Spielen ohne vollen Erfolg könnten die Burgenländer für die Kärntner gerade recht kommen. Andererseits würden die siebentplatzierten Mattersburger mit einem Erfolg im EM-Stadion den Abstand auf das Schlusslicht auf beruhigende sieben Zähler anwachsen lassen. "Wir müssen gegen Mattersburg unbedingt etwas ernten. Eine schwache Leistung wie gegen Sturm ist dem Publikum nicht mehr zuzumuten", meinte Kärntens Co-Trainer Dietmar Pegam in Vertretung von Chefcoach Frenkie Schinkels.
Steigerung gegenüber Spioel gegen Sturm
Nach der wohl schlechtesten Saisonleistung gegen die Steirer sei man sich bewusst, "dass wir nur einmal zu Hause so schlecht spielen können". Sechs- bis achttausend Zuschauer werden im Stadion erwartet, sie sollen auch einige neue Gesichter zu sehen bekommen. So könnte Bukva ebenso seine Chance von Beginn weg erhalten wie die beiden Brasilianer Sandro und Adi.
Ein ähnliches Zitterspiel wie in der Vorsaison, als sich die Klagenfurter erst im Finish den Klassenerhalt sicherten, erwartet sich Pegam nicht. "Wir sind eine bessere Mannschaft als im Vorjahr", meinte der Grazer fast trotzig.
Mattersburg hofft auf Ende der Negativserie
Doch auch der samstägige Gegner hofft trotz einem Torverhältnis von 0:9 nach zwei Saison-Auswärtspleiten auf ein Ende der Negativserie. "Von der Papierform her ist es so, dass man dort am ehesten punkten kann. In Salzburg und Graz ist es sicher schwerer zu gewinnen", meinte Trainer Franz Lederer, der im Gegensatz zu den 0:6-und 0:3-Auftritten "diesmal anders auftreten" will.
"Minimalziel ist ein Punkt, natürlich wollen wir mehr. Wenn wir unsere Leistung abrufen, ist das machbar", meinte Lederer, der nach dem Erwerb des UEFA-Pro-Lizenz-Diploms sein erstes Spiel als "richtiger" Trainer bestreitet. Der seit November 2004 mit einer Ausnahme-Genehmigung im Amt weilende Coach ("Natürlich bin ich froh, dass ich nicht mehr diesen Sonderstatus habe") darf wieder auf den zuletzt gesperrten Abwehrchef Goce Sedloski zurückgreifen.
Ein wichtiges Puzzlestück könnte auch der zuletzt angeschlagene Kapitän Michael Mörz sein. Der Mittelfeldspieler laboriert weiter an einer Ellenbogenblessur, über seinen Einsatz wird kurzfristig entschieden. In Kärnten will man laut Lederer endlich jenes Spiel aufziehen, "das wir in Mattersburg alle zwei Wochen zeigen". Als bisher einziger Erfolg in Kärnten steht bei den seit 2003 im Oberhaus spielenden Mattersburgern nach wie vor ein 2:1 gegen den FC Kärnten am 19. Oktober 2003 zu Buche, im vergangenen Jahr holte der SVM in zwei Spielen einen Punkt.
Fußball: Mögliche Aufstellungen 6. Runde tipp3-Bundesliga 3 Wien/APA =
Mögliche Aufstellungen Austria Kärnten - Mattersburg:
heute, 19.30 Uhr/live auf news.at, Klagenfurt, Hypo Group Arena, SR Harald Lechner
Kärnten: Schranz - Bubenik, Chaile, Ortlechner, Prawda - Wolf,
Chiquinho, Junuzovic, Bukva - Adi, Sandro
Ersatz: H. Weber - Pichorner, Hinum, M. Dollinger, Riedl, Pusztai,
M. Weber, Mair, Nuhiu
Mattersburg: Borenitsch - Mravac, Sedloski, Pöllhuber - Atan,
Lindström, Mörz/Lösch, Seidl, Salamon - Naumoski, Jancker
Ersatz: Bliem - Csizmadia, Pauschenwein, Mansberger, Doleschal, Wagner, Lindner
Fraglich: Mörz (Ellenbogen)
Es fehlen: Kovrig (Bänderdehnung Knöchel), Schmidt (Aufbautraining)
(apa/red)
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