Stadion in Klagenfurt könnte so bleiben:
Votum über Rückbau wird im August fallen
- 32.000 Sitzplätze ursprünglich nur für EURO gedacht
- Reduzierung auf 18.000 statt auf 12.000 nun denkbar

Noch im August soll entschieden werden, ob das Klagenfurter Fußballstadion, das für die EURO 2008 mit 32.000 Sitzplätzen errichtet wurde, rückgebaut werden soll. Das kündigte Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher (V) in einer Pressekonferenz an. Zur Auswahl stünden mehrere Varianten.
Vor dem Bau des Stadions war man von einem Rückbau auf 12.000 Sitze ausgegangen, die Kosten von rund 15 Mio. Euro würde der Bund tragen. Nun sollen Architekt und Baufirma bis 14. August mehrere Konzepte vorlegen. Scheucher will ein architektonisches Konzept auch für eine Reduzierung auf 18.000 Sitze inklusive Kostenaufstellung für Erhaltung und Instandsetzung. Außerdem soll ausgerechnet werden, welche Kosten auf die Stadt zukämen, falls man das Stadion in seiner jetzigen Form beließe.
Bürgermeister präferiert 18.000 Plätze
"Aufgrund dieser Unterlagen werden wir uns dann für eine Variante entscheiden", erklärte Scheucher. Er persönlich präferiert den Rückbau auf 18.000 Sitze. Unabhängig von der künftigen Größe des Stadions stehen für die Stadt aber bereits zwei Dinge fest. Die Arena wird in erster Linie für Fußballspiele genutzt werden. "Konzerte und andere Veranstaltungen werden die Ausnahme bleiben, wir haben aufgrund der Bundesliga-Termine nur ein Zeitfenster von maximal sechs Wochen", stellte der Bürgermeister klar. Und das Stadion werde in jedem Fall einen jährlichen Abgang von 500.000 bis 700.000 Euro produzieren, so der Geschäftsführer des Sportparks Wörthersee, Manfred Pock.
Man rechnet mit jährlichen Ausgaben von einer bis 1,2 Mio. Euro. Durch Vermietungen von Büros und Werbeflächen, die Einnahmen aus dem Ligasport und verschiedenen Veranstaltungen im VIP-Bereich könnten pro Jahr etwa 500.000 bis 700.000 Euro hereinkommen, rechnete Pock vor. Die Differenz in etwa derselben Höhe werde die Stadt tragen müssen. Scheucher kündigte an, Verhandlungen mit dem Land aufnehmen zu wollen, damit ein Teil davon aus dem Landesbudget abgedeckt werde.
(apa/red)
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