Mittwoch, 6. August 2008

Blanchard fordert ein volles Austria-Haus:
Kapitän setzt vs. Salzburg auf Hilfe der Fans

  • Franzose muss noch zumindest ein Spiel aussetzen
  • Blanchard sieht in Hattenberger, Metz & "die Zukunft"

Für den Schlager der 6. tipp3-Fußball-Bundesliga-Runde am Sonntag (17.00 Uhr/live auf news.at) im Horr-Stadion gegen Spitzenreiter Red Bull Salzburg hat der noch verletzte Kapitän des Tabellendritten Austria Wien, Jocelyn Blanchard, einen Appell an die Fans gerichtet. Er forderte ein ausverkauftes Haus für das Duell der bisher als einzige noch ungeschlagenen Vereine. Für die Partie, mit der die neue West/Nord-Eck-Tribüne eingeweiht wird, wurden bereits 6.000 der knapp 8.000 Karten abgesetzt.

"Bei diesem Kracher darf kein Platz im Stadion frei bleiben. Diese Partie wird eine echte Standort-Bestimmung. Die Salzburger haben sicher das stärkste Team der Liga, aber auch wir besitzen unsere Qualitäten. Und wenn uns die Fans nach vorne peitschen, ist alles möglich. Das Horr-Stadion muss am Sonntag ein Tollhaus werden", sagte der unfreiwillige Zuschauer.

Blanchard ein letztes Mal selbst auf der Tribüne
Blanchard wird nach seinem Muskelfaserriss, den er am 9. Juli in der ersten Liga-Runde gegen den Namensvetter aus Kärnten (1:1) erlitten hat, voraussichtlich zum letzten Mal auf der Tribüne zuschauen müssen. Er plant bereits in dieser Woche erstes Laufen ein und auch die eine oder andere Trainingseinheit könnte sich schon ausgehen. "Derzeit ist der Körper mein Chef. Mein Kopf will jeden Tag, aber ich muss geduldig bleiben", so der Mittelfeldmann.

Erst wenn er keine Schmerzen mehr spüre, werde er spielen. Bei idealem Verlauf könnte sich sein Comeback bereits am 14. August im Zweitrunden-Hinspiel der Qualifikation zum UEFA-Cup gegen WIT Tiflis, spätestens aber für die erste Cup-Runde gegen SV Bad Aussee (voraussichtlich Sonntag, 17. August) ausgehen. Derzeit beobachtet Blanchard seine spielenden Kollegen aus der Zuschauer-Perspektive und gibt seinen Mitspielern wertvolle Tipps.

Lob für Hattenberger, Dragovic, Metz
Die Entwicklung der jungen Spieler, die einmal in seine Fußstapfen treten könnten, sieht er positiv. Hattenberger finde sich immer besser zurecht, Dragovic strahle für sein Alter unglaubliche Ruhe aus und dass Metz diese Position bestens ausfüllen könne, habe er schon oft bewiesen. "Sie sind die Zukunft, weil in fünf Jahren werde ich nicht mehr da sein, aber im Moment habe ich sicher noch die Qualität, der Mannschaft helfen zu können", glaubt Blanchard.

Außer dem langmähnigen Mittelfeldmotor steht derzeit niemand mehr auf der Verletztenliste. Florian Metz saß nach seinem Bändereinriss am vorigen Sonntag in Graz gegen Sturm schon wieder auf der Ersatzbank, Jacek Bak nahm nach Rückenproblemen am Dienstag das Lauftraining auf und stieg Mittwoch ins Mannschaftstraining ein. Mario Majstorovic holte sich in Graz einen stark geschwollen Ellbogen und eine leichte Gesäßprellung, wird aber genauso wie Thomas Krammer, den im Finish der Sturm-Partie Krämpfe plagten, für Sonntag einsatzbereit sein.
(apa/red)

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6.8.2008 14:06