Chinese tötet US-Touristen in Peking:
Attentäter stürzt sich nach Bluttat von Turm
- Weitere Amerikanerin und Touristenführerin verletzt
- Keine Hinweise auf terroristisches Motiv des Täters

Am Tag nach der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking ist ein US-Besucher in einem Touristenviertel der chinesischen Hauptstadt von einem Chinesen erstochen worden. Der Angreifer habe zwei amerikanische Urlauber und ihre chinesische Stadtführerin am historischen Trommelturm angegriffen, dabei sei einer der Touristen getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Die beiden US-Bürger waren Verwandte des Trainers des amerikanischen Volleyball-Teams, wie das Olympische Komitee der USA (USOC) mitteilte. Der mutmaßliche Täter brachte sich anschließend selbst um, indem er sich von dem Turm stürzte, wie Xinhua unter Berufung auf einen Sprecher der Stadt weiter berichtete.
Der Angreifer war nach Polizeiangaben 47 Jahre alt und soll aus Ostchina aus der Stadt Hangzhou stammen. Es handle sich um einen Einzeltäter, erklärte die USOC. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat gab es zunächst nicht.
Bei dem Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Mann, die beiden Verletzten waren Frauen. Der Sprecher der US-Botschaft in Peking erklärte, es gebe Kontakt zur Familie der Opfer und den chinesischen Behörden. Er nannte zunächst keine weiteren Details.
In Peking sind während der Olympischen Spiele 150.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Rund 450.000 Ausländer werden insgesamt zu den Spielen erwartet. Angriffe auf Ausländer sind selten in China. Der Trommel- und der Glockenturm befinden sich im historischen Zentrum vom Peking.
(apa/red)
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