EU bei Kleinkindbetreuung weit hinter Zielen: Nur skandinavische Länder zufrieden
- EU-Kommission: Pläne für 2010 nicht mehr erreichbar
- Südliche Länder wie Italien, Griechland Schlusslichter

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Nicht nur Österreich, fast alle europäischen Länder hinken bei der Kleinkindbetreuung den EU-Zielen hinterher. Nur die skandinavischen Staaten, allen voran Dänemark, erreichen schon länger die von der Gemeinschaft für 2010 angepeilte Marke von 33 Prozent der unter Dreijährigen in Kinderkrippen oder anderen Betreuungsplätzen. Im Rest Europas liegt die Quote zwischen zwei und 20 Prozent.
"Das Ziel wird bei weitem nicht erreicht werden", räumt die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Spidla am Freitag gegenüber der APA ein. Genauere Zahlen will die Brüsseler Behörde im September präsentieren. Wie aus einer Studie der OECD hervorgeht, waren in Dänemark 61,7 Prozent der unter Dreijährigen in öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen, in Schweden 39,5 Prozent. Grund für die hohe Quote ist generell das umfassende Angebot an solchen Diensten. In Dänemark könnte jedoch auch der relativ kurze Mutterschutz eine Rolle spielen.
Frauenbeschäftigung gestiegen - Geburten gesunken
Wie die Studie zeigt, ist in den vergangenen Jahren zwar generell die Frauenbeschäftigung gestiegen und die Geburtenrate gesunken. In den Ländern mit der höchsten Zahl von arbeitenden Frauen wie Dänemark, Schweden oder auch Großbritannien (rund 70 Prozent), gab es allerdings auch die höchste Geburtenraten.
Schlusslichter bei den Betreuungsplätzen für Kleinkinder unter drei Jahren sind die südlichen Länder wie Italien oder Griechenland. Meist fehlen klare Vorgaben, aber auch öffentliche Gelder für Kinderkrippen oder Tagesmütter, heißt es in einer Studie eines italienischen Familienforschungsinstituts.
Österreich hat in den vergangenen vier Jahren kräftig aufgeholt, ist aber ebenfalls vom 33-Prozent-Ziel weit entfernt. Waren 2004 laut OECD nur 6,6 Prozent der Kleinsten in Kinderkrippen oder bei Tagesmüttern, lag die Quote 2007 bereits bei 11,8 Prozent.
(apa/red)
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