USA streichen Gelder für Mauretanien:
Auch EU droht mit Einfrierung der Hilfsmittel
- Nach Putsch erhöht sich Druck auf Militärmachthaber
- Präsidentschaftswahlen sollen vorbereitet werden

·Mauretanien: Freie Wahlen angekündigt
Erklärung: Wahlen sollten
frei und transparent sein
Der Druck auf die neuen Militärmachthaber in Mauretanien steigt. Nach dem Putsch gegen die gewählte Staatsspitze beteuerte die Junta zwar, Wahlen durchführen zu wollen, dennoch gaben die USA später bekannt, alle nicht-humanitäre Hilfe für das nordwestafrikanische Land vorerst zu streichen. Und auch die EU droht mit dem Einfrieren von Hilfsgeldern.
Die USA haben zunächst alle nicht-humanitäre Hilfe für das nordwestafrikanische Land gestoppt. "Derzeit ist alle nicht-humanitäre Hilfe ausgesetzt und wird überprüft", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. Zuvor hatte bereits der EU-Kommissar für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, Louis Michel, mit der Einbehaltung von EU-Finanzhilfen an das Land gedroht. Der französische Staatspräsident und amtierende EU-Ratsvorsitzende Sarkozy hat den Militärmachthabern mit nicht näher spezifizierten "Konsequenzen" gedroht, sollten sie Staatschef Abdallahi nicht umgehend freilassen.
Präsidentenwahlen versprochen
Die neuen Machthaber haben unterdessen eine baldige Rückkehr des Wüstenstaats zur Demokratie versprochen. Es sollten sobald wie möglich Präsidentenwahlen in Zusammenarbeit mit den politischen Parteien und den gesellschaftlichen Institutionen abgehalten werden, kündigten die Putschisten an. Ein konkretes Datum nannten sie nicht. Kundgebungen von Anhängern und Gegnern der Militärjunta in der Hauptstadt Nouakchott verliefen unterdessen friedlich.
Mauretanien steckt seit Monaten in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise, die durch die rasante Verteuerung der Lebensmittel und durch Anschläge islamischer Terroristen ausgelöst worden war. Das Land ist ein enger Verbündeter des Westens in der arabischen Welt.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
