Mittwoch, 6. August 2008

Gewalt im Irak um 84 % zurückgegangen: Geht aus jährlichem Bericht der UNO hervor

  • UN-Botschafter Wolff: 64% weniger Zivilisten getötet
  • Weiter besorgniserregend Bedrohung durch Al-Kaida

Trotz einzelner blutiger Zwischenfälle ist die Gewalt im Irak US-Angaben zufolge drastisch zurückgegangen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Anschläge insgesamt um 84 Prozent gesunken, sagte der amerikanische UN-Botschafter Alejandro Wolff in seinem jährlichen Bericht vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.

Dem Iran und Syrien warf der amerikanische UN-Botschafter Alejandro Wolff vor, terroristische Aktivitäten im Irak zu unterstützen.

Rückgang der Opferzahlen
Die Entspannung der Lage hat Wolffs Angaben zufolge auch zu einem Rückgang der Opferzahlen geführt. So seien im vergangenen Jahr 64 Prozent weniger Zivilisten ums Leben gekommen, bei den US-geführten Truppen habe es sogar ein Minus von mehr als 90 Prozent gegeben. Absolute Zahlen nannte Wolff nicht. Den Rückgang der Gewalt führte er vor allem auf die Stärkung der irakischen Sicherheitskräfte zurück.

Bedrohung durch Al-Kaida
Besorgniserregend bleibt seinen Worten zufolge die Bedrohung durch das Terrornetz Al-Kaida besonders im Norden der Landes. Zudem halte die Infiltrierung des Landes mit ausländischen Terroristen weiter an. Syrien sei hier das "Haupteinfallstor", allerdings gebe es auch überzeugende Beweise, dass der Iran tödliche Hilfe leiste, so Wolff. Vertreter beider Länder wiesen die Vorwürfe zurück. Die Behauptungen entbehrten jeder Grundlage, betonte die iranische UN-Botschaft in einem Brief an den Sicherheitsrat.

(apa/red)

6.8.2008 20:21