Doppelstrategie im Atomstreit mit Iran:
Dialog erhalten & neue Sanktionen androhen
- Reaktion auf Ausbleiben klarer Antwort des Iran
- Vor allem USA drängen auf weitere Strafmaßnahmen

·Iran ignoriert weiter Schlüsselforderung
Teheran denkt nicht an Urananreicherungs-Stopp
Im Streit um das iranische Atomprogramm zeichnet sich laut Diplomaten eine Doppelstrategie der Sechsergruppe ab. Deutschland, die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China dürften sich darauf verständigen, den Dialog mit Teheran aufrechtzuerhalten und zugleich mit neuen Sanktionen zu drohen.
Nachdem der Iran keine klare Antwort auf das Kooperationsangebot gegeben hat, drängen vor allem die USA auf weitere Strafmaßnahmen. Die Verbündeten hätten "keine andere Wahl", als weitere Strafmaßnahmen zu ergreifen, sagte Präsidentensprecherin Perino. Teheran habe nicht positiv auf das "großzügige Angebot" der Sechsergruppe reagiert, so Perino. Russland und China nahmen nicht Stellung. Beide Länder sind wichtige Handelspartner des Iran und standen Sanktionen bisher ablehnend gegenüber.
Ein EU-Diplomat sagte, es sei wichtig, den Verhandlungsweg offenzuhalten. Anderenfalls müsse mit einer "schwierigen Dynamik" nicht nur im Verhältnis mit dem Iran gerechnet werden. Zudem könne Teheran nicht das Recht abgesprochen werden "Fragen zu stellen, wenn es ein Problem gibt." Die USA wollten die Sanktionsoption allerdings nicht hinten anstellen, sagte der Diplomat. Daher könne es für alle Mitglieder der Sechsergruppe akzeptabel sein, mit Entschlossenheit die Möglichkeit weiterer Sanktionen zu benennen und zugleich auf die Fragen Teherans bei einer Mission vor Ort einzugehen.
(apa/red)
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