Voves wünscht sich wieder Große Koalition:
FPÖ wird als Partner nicht ausgeschlossen
- "Große Koalition für nächsten zehn Jahre das Beste"
- Steirische Reaktion auf Faymann sei fantastisch

·Faymann mit 98 % zum SPÖ-Chef gewählt
Abschied von Gusenbauer
mit Standing Ovations
·'FPÖ agiert vor allem außerparlamentarisch'
profil: Schriftsteller Köhlmeier im Interview
Der steirische Landeshauptmann Voves spricht sich trotz des vorzeitigen Endes der Regierungszusammenarbeit mit der ÖVP für eine Neuauflage der Großen Koalition auf Bundesebene aus: "Ich bin und bleibe Großkoalitionär." Er sei der Meinung, dass die Kooperation der beiden großen Parteien für die nächsten fünf bis zehn Jahre die beste Alternative sei, erklärte Voves.
Letztlich werde aber der Wählerwille ausschlaggebend sein, wie man sich aufstellen könne. Ob sich die SPÖ auch im Fall eines zweiten Platzes in eine Große Koalition begeben sollte, wollte Voves nicht kommentieren. Das seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur Spekulationen. Grundsätzlich betonte der Landeshauptmann im APA-Interview, dass er persönlich keine Partei als Partner ausschließe: "Weil ich bin einer, der nicht ausgrenzt."
"Kommt auf Personen an"
Dass sich der neue Parteichef Faymann dazu entschlossen hat, keine Koalition mit der FPÖ einzugehen, nimmt Voves ungeachtet dessen zur Kenntnis. Offenbar habe Faymann mit FPÖ-Chef Strache auf Wiener Ebene entsprechende Erfahrungen gemacht. Letztlich komme es immer auf die Personen an, ob eine Zusammenarbeit möglich sei.
Voves geht jedenfalls davon aus, dass es der SPÖ möglich sein sollte, als stärkste Partei aus der Wahl hervorzugehen. Die Reaktionen in der Steiermark auf Faymann seien fantastisch gewesen, berichtete der Landeshauptmann. Schließlich habe es auch noch nie einen Infrastrukturminister gegeben, der so viel für das Bundesland getan habe, meinte Voves unter anderem auf die Zusage zum Bau der Koralm-Bahn Bezug nehmend.
Vehement bestritten wird vom steirischen Landeshauptmann, dass mit Faymann ein Politiker ohne besondere Eigenschaften an die Spitze der SPÖ gekommen sei. Vor allem aber habe er deshalb ein sehr gutes Gefühl bezüglich Faymann, da der neue SPÖ-Chef bei allen Themen Vorschläge mache, die auch tatsächlich umsetzbar seien.
(apa/red)
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