BZÖ traf im Vorstand Personalentscheidung:
Haider zum neuen Partei-Obmann designiert
- Entscheidung über Spitzenkandidaten weiter offen
- Gerald Grosz als Generalsekretär zurückgetreten

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Der Kärntner Landeshauptmann Haider ist beim BZÖ-Bundesparteivorstand in Klagenfurt als Nachfolger Peter Westenthalers zum Bundesparteiobmann designiert worden. Er soll auf einem Sonderparteitag am 30. August in Graz gewählt werden. BZÖ-Gründer Haider war erstmals am 11. Mai 2005 Parteichef geworden, hatte diese Funktion aber am 23. Juni 2006 an Westenthaler übergeben.
Gleichzeitig wollte Generalsekretär Grosz seinen Rückzug aus der Bundespolitik anbieten. Die Frage des Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl am 28. September soll hingegen erst in den nächsten Tagen gelöst werden.
Grosz als Generalsekretär zurückgetreten
Gerald Grosz hat wie angekündigt im BZÖ-Bundesparteivorstand in Klagenfurt seinen Rücktritt als Generalsekretär verkündet. "Ich bin Gemeinderat in Graz, Landesobmann des BZÖ in der Steiermark und Spitzenkandidat auf der Landesliste", und darauf wolle er sich in Zukunft konzentrieren, machte er geltend.
"Wir haben in zwei Jahren Landtagswahlen und wollen das stärkste Ergebnis nach Kärnten erzielen", sagte Grosz nach seinem Rücktritt. Über einen möglichen Nachfolger wollte sich Grosz nicht äußern, der designierte Parteichef Haider solle sich "sein Team selbst aussuchen".
Der Wechsel an der Parteispitze wurde im Bundesparteivorstand zuerst von Peter Westenthaler vorgeschlagen, danach meldete sich BZÖ-Finanzreferent Harald Fischl zu Wort und beantragte ebenfalls die Wahl Jörg Haiders. Der ehemalige GAK-Präsident sieht sich als "einer der Symbolträger des Gedankens der Rückkehr Jörg Haiders". Fischl: "Ich darf das ausdrücken, was in Vielermanns Seelen wohnt: Jörg Haider mit seiner Strahlkraft ist eine Riesenchance für unsere Bewegung."
Die Wahl Haiders zum designierten Parteichef wurde mit viel Applaus bedacht. BZÖ-Vizechef und Haider-Sprecher Stefan Petzner versicherte: "Die Weichen sind gestellt. Es ist alles vorbereitet. Jetzt geht es Schlag auf Schlag."
Westenthaler bleibt klubobmann
Westenthaler wird nach eigenen Angaben auch nach der Nationalratswahl Klubobmann im Parlament bleiben, so es das BZÖ wieder ins Parlament schafft. "Ich bin gebeten worden, meinte Tätigkeit als Klubchef fortzusetzen", sagte er nach der Parteivorstandssitzung in Klagenfurt. Ob er oder Herbert Scheibner in Wien Spitzenkandidat werde, solle am kommenden Donnerstag entschieden werden, sagte Westenthaler.
"Ich gehe davon aus, dass wir uns bei der Wahl von vier auf acht Prozent steigern", sagte Westenthaler vor Journalisten. Zu seinem Prozess - er war in erster Instanz wegen falscher Zeugenaussage zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt worden - sagte Westenthaler, man werde nötigenfalls bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen, sollte der Urteilsspruch nicht revidiert werden.
(apa/red)
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