Kindergarten als Wahlkampfthema: Grüne fordern flächendeckende Gratis-Betreuung
- Das Modell würde rund 400 Millionen Euro kosten
- Der neueste ÖVP-Vorschlag ist Glawischnig zu wenig
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Die stellvertretende Bundessprecherin Eva Glawischnig hat ihre Forderung nach einer flächendeckenden, kostenlosen Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr erneuert. Bei einer Pressekonferenz stellte sie klar, dass die Finanzierung alleinige Sache des Bundes sei. Kosten würde das Grüne Modell, das von österreichweiten Standards ausgeht, rund 400 Mio. Euro.
Glawischnig kritisierte den "ÖVP-Totalschwenk" bei der Kinderbetreuung als unzureichend, denn: "Ein Jahr ist definitiv zu wenig." Vorrangig sind für die Grünen vor allem einheitliche Standards mit einem weit niedrigeren Betreuungsschlüssel. Diese sollen verhindern, dass Eltern in manchen Bundesländern benachteiligt werden. Ansetzen müsse man auch bei der Ausbildung und der Bezahlung der Pädagogen, so Glawischnig. Derzeit kassiere man für die Kinderbetreuung ein "wirklich jämmerliches Gehalt".
Der Forderungskatalog der Grünen liest sich wie folgt: Rechtsanspruch ab dem ersten Lebensjahr auf einen Betreuungsplatz, der ganztägig und gratis anzubieten ist. In den letzten beiden Jahren vor dem Schuleintritt solle der Kindergarten zudem im Ausmaß von zwölf Wochenstunden verpflichtend sein. In dieser Zeit würde dann auch die spezifische Förderung erfolgen, so Glawischnig.
(apa/red)
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