Wiens ÖVP gegen das Faymann-Lächeln:
Schwarze Wahlplakate attackieren SPÖ-Chef
- Wissenschaftsminister präsentiert die neuen Sujets
- Hahn: In diesem Falle bedeutet Lächeln Zuschauen

Schluss mit lustig: Die Wiener ÖVP attackiert mit einer großangelegten Plakatkampagne das Lächeln von SPÖ-Chef Werner Faymann. So lautet eines der beiden Sujets, die vom VP-Landeschef und Wissenschaftsminister Johannes Hahn präsentiert wurden: "Die SPÖ Wien kassiert eiskalt ab: Beim Wohnen, Parken, Müll... Und Faymann lächelt. Wie immer." In diesem Falle bedeute Lächeln Zuschauen, übersetzte der Minister die affichierten Plakate.
Jedenfalls vertrete der langjährige Wiener Kommunalpolitiker Faymann als SP-Bundesvorsitzender gänzlich andere Auffassungen als früher, konstatierte Hahn. Und dies sei eine wichtige Information für die Öffentlichkeit: "Die Bundes-SPÖ und das reale Leben in Wien, das sind zwei verschiedene Dinge."
So erkläre sich auch das zweite Plakatsujet, dessen Anklage in weißer Schrift auf rotem Hintergrund wohl nicht zufällig an die derzeit affichierte Faymann-Persönlichkeitswerbung "Genug gestritten" erinnert: "Die SPÖ Wien verhindert Gratis-Kindergärten. Und Faymann lächelt. Wie immer." Zwar mag die Aussage angesichts der jüngsten Entwicklung auf Bundesebene etwas obsolet erscheinen. Hahn verwies allerdings darauf, dass die ÖVP die Forderung nach einem Gratiskindergarten seit Jahren vertrete, was von der SPÖ auf Landesebene stets abgelehnt worden sei, auch wenn die die Bundespartei nun scheinbar einlenke.
Ähnliches gilt laut Hahn für die Pensionsautomatik, gegen die Faymann im Bund auftrete, da die Menschen, also die Politiker, die Entscheidungen treffen sollten und nicht der Computer. Mit der in Wien erlassenen Gebührenautomatik stiegen die Kosten für Abwasser, Müll & Co. aber automatisch - wenn der Computer dies indiziere.
(apa/red)
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