Molterer traut sich Alleingang zu: Für ÖVP-Chef auch Minderheitsregierung denkbar
- Interview: Volkspartei hat Mut zu neuen Wegen
- OGM: Faymann sympathischer, Molterer glaubwürdig

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Wilhelm Molterer kann sich nach den Neuwahlen Ende September auch eine ÖVP-Minderheitsregierung vorstellen: "Klar ist, dass wir die Führungsverantwortung im Land anstreben." Dabei werde man auch "neue Modelle denken müssen. Ich schließe drei Parteien überhaupt nicht aus. Eine Minderheitsregierung traue ich mir zu, aber sie ist nicht üblich", so Molterer
Es gehe darum, dass die "ÖVP den Mut zu neuen Wegen" habe, so Molterer im ORF-"Report". Man wolle aus wirtschaftlicher Stärke die soziale Kraft entwickeln, die Österreich brauche.
Laut OGM-Umfrage ist SPÖ-Spitzenkandidat Werner Faymann sympathischer, Molterer aber glaubwürdiger. 44 Prozent attestieren dem neuen SPÖ-Chef, sympathischer zu sein, 30 Prozent votierten für Molterer, 21 fanden keinen von beiden sympathisch. Bei der Frage nach der Glaubwürdigkeit liegt Molterer wiederum mit 35 Prozent vor Faymann mit 31 Prozent. 28 Prozent halten keinen von beiden für glaubwürdig.
Molterer findet die Umfrage als "Kompliment". Gerade in Wahlkampfzeiten werde in der Politik oft mehr versprochen als man halten könne. "Damit hat die SPÖ nach wie vor ein massives Problem. Mit der ÖVP wird es das nicht geben. Wenn Hilfe gefragt ist, gibt es die ÖVP", so der Vizekanzler.
(apa/red)
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