ÖVP-Plakate werben mit "Es reicht"-Slogan:
Molterer tritt für höhere Familienbeihilfe ein
- Geworben wird für eine stärkere Pflegeförderung
- Zuwanderung nur mit deutschen Sprachkenntnissen

·'Listenkrieg' der FPÖ in Kärnten vor Wahl
Klement stellt sich trotz Ausschluss auf Platz Eins
·Kindergarten: SPÖ begrüßt ÖVP-Vorstoß
Derzeit nur für Kinder mit
Sprachdefiziten ein Muss
·Häupl: Faymann geht in Wien ans Rennen
Landeslisten der anderen Parteien derzeit offen
Die ÖVP hat wenige Wochen vor der Nationalratswahl ihre Sommerkampagne 2008 gestartet. Geworben wird auf drei verschiedenen Plakatsujets durchgängig mit dem Slogan "Es reicht", mit dem Parteichef Wilhelm Molterer die Koalition mit der SPÖ aufgekündigt und damit den vorgezogenen Urnengang eingeleitet hatte. Der Vizekanzler selbst ist auf den österreichweit rund 2.000 Plakaten nicht zu sehen.
Drei zentrale Themen hat sich die Volkspartei für ihren Früh-Wahlkampf vorgenommen. Unter dem Motto "Schluss mit Sparbuch-Kontrolle" wirbt die ÖVP für eine Verdoppelung der Pflegeförderung. Die Devise "Wer bei uns lebt, muss unsere Sprache lernen" überschreibt die schwarze Forderung, Zuwanderung nur nach Erlernen der deutschen Sprache zu ermöglichen. Schließlich ruft die ÖVP aus "Familien brauchen Hilfe gegen Teuerung!" und meint damit, dass künftig die Familienbeihilfe für Kinder in Ausbildung jeweils im September doppelt ausbezahlt werden soll, was im übrigen Kosten von rund 186 Millionen Euro verursachen würde.
Plakate ohne Spitzenkandidat
Präsentiert wurden die drei Plakate von Generalsekretär und Wahlkampfleiter Hannes Missethon. Spitzenkandidat Molterer sah nur im Anschluss kurz vorbei, um sich vor den Sujets ablichten zu lassen. So oblag es auch Missethon zu erklären, wieso denn der VP-Chef im Gegensatz zu seinem SP-Kontrahenten Werner Faymann nicht auf den ersten Plakaten für die Wahlauseinandersetzung vertreten sei. Der Generalsekretär dazu: "Er ist ja vertreten auf der Plakatserie mit 'Es reicht'". Überhaupt sei es jetzt darum gegangen, einen Thementeppich zu transportieren, der sich von jenem der SPÖ dadurch unterscheide, dass die Inhalte auch umgesetzt würden.
Und überhaupt werde Molterer nicht versteckt, versicherte Missethon auf Nachfrage. Ganz im Gegenteil sei der Vizekanzler gerade auf einer Österreich-Tour, in deren Rahmen er 100 Bezirken einen Besuch abstatten werde.
Molterer-Video auf Homepage
Überdies sei auf einer neuen Homepage der ÖVP spezielles Augenmerk auf den Spitzenkandidaten gelegt worden, der sich von einer sehr persönlichen Seite zeige. Auf der Website sind dann unter anderem Molterer-Zitate ("Es reicht" usf.), Molterer-Fotos (beim Fischen, telefonieren, sinnieren usf.) sowie ein Molterer-Porträt ("Wilhelm Molterer kennt man nicht, weil man mit ihm ein Glas Rotwein getrunken hat, man trinkt ein Glas mit ihm, weil man ihn kennt") zu finden.
Das Molterer-Video wurde bereits bei der Plakat-Präsentation vorgeführt. Von Parteivize Josef Pröll über Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer bis zur Chefin der Jungen ÖVP Silvia Fuhrmann erklärt dort die Parteiprominenz, wieso Wilhelm Molterer der richtige fürs Land sei (kunstsinnig, feiner Sinn für Humor, voll Elan und Energie usf.). Nicht unter den Molterer-Werbern findet sich sein Vorgänger Wolfgang Schüssel. Auf die Frage, warum dem so ist, meinte Missethon: "Es ist ein Willi-Molterer-Video."
(apa/red)
Norbert Wicki14:21
Der Buwog-MythosDer Schweizer Vermögensberater hatte neben Grasser weitere Kontakte in Österreich
Wikileaks14:25
Rückschlag für AssangeGericht fällt Entscheidung: Internet-Aktivist darf nach Schweden überstellt werden
U-Ausschuss Korruption14:59
Eklat um Tetron-AktenInnenministerium vergaß auf Übermittlung. Befragungen bis auf Weiteres beendet
