Häupl schickt Faymann in Wien ins Rennen: Kuntzl, Katzian, Schmied ebenfalls am Start
- Bald-SPÖ-Chef verspricht: "Keine Schlammschlacht"
- Gibt noch keine Landeslisten der anderen Parteien

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Die Wiener SPÖ hat im Arkadenhof des Rathauses ihre Landesliste für die Nationalratswahl präsentiert. Listenerster ist der designierte SPÖ-Chef Werner Faymann, dahinter folgen Familiensprecherin Andrea Kuntzl, GPA-Chef Wolfgang Katzian und Bildungsministerin Claudia Schmied. Ein Wahlziel für Wien wollte Faymann nicht nennen. "Insgesamt wollen wir Erster werden", sagte er.
Die weiteren Plätze nehmen Beamtenstaatssekretär Andreas Schieder, Jugendsprecherin Laura Rudas, Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter, ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits, Klubchef Josef Cap (2006 noch auf Platz 2) und die frühere evangelische Superintendentin Gertraud Knoll ein. Insgesamt sind 66 Personen auf der Liste. Der Altersdurchschnitt liegt bei 36,8 Jahren, der Frauenanteil bei 48,5 Prozent.
Wahlkreislisten fast unverändert
An der Spitze der Wahlkreislisten gibt es gegenüber 2006 nur wenig Veränderung. Regional als Erste gereiht sind weiterhin Kai Jan Krainer (Innen-Süd), Hannes Jarolim (Innen-Ost), Bundesgeschäftsführerin Doris Bures (Süd-West) und Franz Riepl (Nord-West). Im Wahlkreis Innen-West hat Knoll den Platz von Caspar Einem eingenommen. Petra Bayr ist im Wahlkreis Süd von Platz drei an die Spitze gerückt, Ruth Becher im Wahlkreis Nord von Platz 2.
Faymann verspricht: "Keine Schlammschlacht"
"Ich kann versprechen, dass es keine Schlammschlacht geben wird", so Faymann zum Wahlkampf. Für die SPÖ sei die Lage nicht leicht: "Die Bevölkerung sagt, ihr steht für die richtigen Themen, aber wie sollen wir euch glauben, dass ihr das durchsetzen werdet?" Wiens SP-Chef Michael Häupl versprach einen "möglichst optimalen Beitrag für einen Sieg der SPÖ auf Bundesebene".
Noch keine Landeslisten der anderen Parteien
Bei den anderen Parteien steht die Entscheidung über die Landeslisten noch aus, dennoch sind die Spitzenkandidaturen bei ÖVP und FPÖ schon ziemlich fix: Die Volkspartei geht mit Landesparteichef und Wissenschaftsminister Johannes Hahn ins Rennen, die Freiheitlichen mit Bundeschef Heinz-Christian Strache. Die Grünen, die 2006 Vizechefin Eva Glawischnig ganz oben auf der Liste hatten, geben sich noch bedeckt. Beim BZÖ finden heute, Montagnachmittag, zwei verschiedene Vorstände der zerstrittenen Landespartei statt. Auf einer der Listen könnte Peter Westenthaler den ersten Platz einnehmen.
Bei der Nationalratswahl 2006 kam die SPÖ in Wien auf 41,0 Prozent Stimmanteil (-2,8 Prozentpunkte gegenüber 2002) und 13 Mandate (-1). Die ÖVP erreichte 21,8 Prozent (-8,8) und 10 Mandate (-3), die Grünen 17,4 Prozent (+2,3) und 5 Mandate (+1), die FPÖ 13,9 Prozent (+5,9) und 4 Mandate (+2). Die übrigen angetretenen Parteien schafften kein Mandat auf Landesebene. Die Liste Martin schaffte 2,2 Prozent Stimmanteil, das BZÖ 1,8 Prozent, die KPÖ 1,2 Prozent.
(apa/red)
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