SPÖ will ein gratis "vorschulisches Jahr":
Letztes Kindergartenjahr soll Pflicht sein
- Ministerin präsentiert Pläne der Sozialdemokraten
- Bund und Länder sollen gemeinsam finanzieren

·ÖVP einig zum Thema
Kindergarten-Jahr
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Das Modell würde rund 400 Millionen Euro kosten
Auch wenn sich SPÖ und ÖVP bei einem verpflichtenden Kindergartenjahr grundsätzlich einig sind - in den Details liegen die beiden Parteien weit auseinander: Während die ÖVP nur die Vormittagsbetreuung gratis anbieten will und VP-Chef Molterer "überhaupt nichts von einer Verschulung des Kindergartens" hält, strebt Bildungsministerin Schmied ein ganztägiges Gratis-Angebot an.
Und sie nennt in ihren präsentierten inhaltlichen Vorstellungen das letzte Kindergartenjahr "vorschulisches Bildungsjahr", in dessen "verpflichtende vormittägliche Betreuung ein kind- und altersgerechtes Bildungs- und Förderangebot integriert werden soll".
Mehr Chancengleichheit
"Das vorschulische Bildungsjahr für alle Kinder bringt mehr Chancengleichheit und bessere Förderung für unsere Kinder", betonte Schmied. Jedes Kind solle zum Schuleintritt bestmöglich auf die Schule vorbereitet sein und die deutsche Sprache beherrschen. Dies soll das "vorschulische Bildungsjahr" für alle Kinder gewährleisten. Da bereits jetzt rund 93 Prozent der Fünfjährigen den Kindergarten besuchen, sei es der schnellst umsetzbare Weg, das "vorschulische Bildungsjahr" dort anzusiedeln.
Konkret sehen die Pläne Schmieds folgende Punkte vor: Das Jahr soll für alle Kinder verpflichtend und gratis sein, und zwar gratis sowohl die verpflichtende Einheit am Vormittag als auch die freiwillige Einheit am Nachmittag. Die Finanzierung des Vorhabens soll durch den Bund und die Länder gemeinsam erfolgen, entsprechende Vereinbarungen seien dafür zu treffen. Um das bestmögliche Angebot für alle Kinder zu gewährleisten, strebt Schmied einen "bundesweit einheitlichen Bildungsplan" an, "der für ganz Österreich das Förderangebot im Bildungsjahr in einheitlicher Qualität garantieren soll".
(apa/red)
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