Wiener Politiker nach Prügel-Attacke tot: Verdächtiger Mann nun aus U-Haft entlassen
- Gerichts-Gutachten entlastet 20-Jährigen angeblich
- Demzufolge sei ein Vorsatzdelikt eher auszuschließen

Jener 20-Jährige, der am 23. April 2008 den Wiener Bezirkspolitiker Gottfried Natschläger ohne ersichtlichen Grund in Wien-Währing auf offener Straße derart attackierte, dass der 64-Jährige in Folge starb, ist aus der U-Haft entlassen worden. Ein Gutachten entlaste den jungen Mann. Demzufolge sei ein Vorsatzdelikt eher auszuschließen.
Nach seiner Festnahme am 25. April erklärte der Täter, dass er "nicht gut drauf gewesen" sei und das Opfer nicht absichtlich zu Boden gestreckt habe. Zu diesem Ergebnis komme auch das Gutachten von Gerichtsmediziner Professor Christian Reiter, schrieb die "Kronen Zeitung". Ein Vorsatzdelikt sei damit eher auszuschließen.
Das Verfahren gegen den ursprünglich mit in Verdacht geratenen damaligen Begleiter wurde bereits vor einiger Zeit eingestellt. Der Prozess soll im Herbst stattfinden.
Die beiden jungen Männer haben am 23. April im betrunkenen Zustand in einer Garnitur der Straßenbahnlinie 41 randaliert. Nachdem sie der Fahrer bei der Station Kutschkergasse des Zuges verwies, sind die beiden 20-jährigen vor einem Geschäft in der Währinger Straße dann zufällig Gottfried Natschläger begegnet. Im Vorbeilaufen versetzte einer von ihnen dem Politiker einen Schlag, worauf dieser das Gleichgewicht verlor, stürzte und mit dem Kopf hart gegen die Gehsteigkante schlug. Natschläger erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Anfang Mai erlag er im Spital seinen Verletzungen.
(apa/red)
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