Teurer Okkultismus: Serienbetrügerin ergaunerte mindestens eine halbe Mio. Euro
- Leichtgläubigkeit ihrer Opfer schamlos ausgenutzt
- Verdächtige ist geständig, aber vom Geld keine Spur

Die Leichtgläubigkeit ihrer Opfer hat sich eine 27-jährige Serbin zunutze gemacht: Sie soll mit vermeintlich okkulten Handlungen mehr als eine halbe Mio. Euro ergaunert haben. Nun konnte die Frau, die in Wien lebt, in der Schweiz festgenommen werden.
Im Bezirk Braunau gaukelte die Serbin einer 49-jährigen Geschäftsfrau vor, ihre Probleme lösen zu können. Sie lockte ihr Anfang Mai unter dem Vorwand, mit Bargeld in einer Kirche für sie beten zu müssen, 450.000 Euro heraus. Kurz darauf war die angebliche Helferin mit dem Geld verschwunden. Das Opfer erstattete Anzeige.
Das eingeschaltete Landeskriminalamt fand heraus, dass die Serbin mindestens 17 weitere Straftaten begangen haben dürfte. Im November 2006 soll sie in Salzburg einer 34-jährigen Arbeiterin angeboten haben, ihr aus der Hand zu lesen. Es kam zu mehreren Treffen, in Summe wurde die Frau 10.000 Euro los. Bereits zwei Jahre zuvor soll die Betrügerin eine 35-jährige Oberösterreicherin im Bezirk Gmunden um 100.000 Euro erleichtert haben.
Bei weiteren Taten entstand jeweils ein Schaden von 50 bis 2.000 Euro. Die Ermittler gehen davon aus, dass weitere Betrügereien auf das Konto der Frau gehen. Sie befindet sich in Untersuchungshaft, gibt die Taten auch zu, macht aber keine nachvollziehbaren Angaben, wo das Geld geblieben ist.
(apa/red)
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