Dienstag, 5. August 2008

Überschwemmungen in Burgenland und NÖ:
Feuerwehr nach Gewittern im Dauereinsatz

  • B50 vorübergehend gesperrt - Bach trat über Ufer
  • Muren und Überflutungen auch in Obersteiermark

Im Burgenland haben Gewitter mit starkem Regen erneut zur Alarmierung zahlreicher Feuerwehren geführt. Insgesamt mussten rund 35 Wehren ausrücken. Die meisten Einsätze gab es im Bezirk Oberpullendorf, wo auch der Stoober Bach über die Ufer trat. Auch in Niederösterreich kam es zu Überflutungen. Vor allem der Bezirk Neunkirchen war betroffen.

Zwischen Weppersdorf und St. Martin musste die B50 (Burgenland-Bundesstraße) vorübergehend gesperrt werden. Die Zufahrten nach Kobersdorf und Oberpetersdorf seien ebenfalls beeinträchtigt worden. Bei den Aufräumarbeiten wurde die Feuerwehr von Baggern des Straßendienstes unterstützt. In Oberpetersdorf waren mehrere Wehren aus den umliegenden Gemeinden im Einsatz. Besonders betroffen waren die Gemeinden Kobersdorf und Oberpetersdorf.

Wetterbedingt ausrücken mussten Feuerwehren auch in anderen Landesteilen: In Jois (Bezirk Neusiedl am See) hatte der Wind ein Transparent losgerissen. Die Verankerungskette habe laut Feuerwehr vorbeifahrende Fahrzeuge gestreift. In Rechnitz (Bezirk Oberwart) wurde eine Fassade beschädigt, zwischen Wiesen und Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg) wurde im Bereich einer Bahnkreuzung Schotter ausgeschwemmt. In Neufeld an der Leitha (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) hob der Wasserdruck Kanaldeckel aus ihrer Verankerung.

Überflutungen in Niederösterreich
Heftige Regenfälle haben auch in Niederösterreich, im Bezirk Neunkirchen, zu Überflutungen geführt. Betroffen war nach Angaben der Polizei insbesondere der Raum Wartmannstetten. Nicht nur Keller wurden unter Wasser gesetzt, auch auf der S6 kam es zu Behinderungen. Mehrere Feuerwehren mussten nach den massiven Regenfällen zu Auspump- und Sicherungsarbeiten ausrücken. Die Überschwemmungen richteten laut Polizei erhebliche Sachschäden an.

Neben Gemeinde- und Landesstraßen, die gesperrt werden mussten bzw. erschwert passierbar waren, war auch die S6 betroffen. So wurde die Richtungsfahrbahn Bruck a.d. Mur der Schnellstraße auf einer Länge von etwa 1,3 Kilometern innerhalb kürzester Zeit überflutet. Laut Polizei betrug die Wasserhöhe stellenweise 30 bis 40 Zentimeter. Die S6 war nur auf der zweiten Fahrspur passierbar. Der Wasserschwall hatte sich von Feldern auf die Schnellstraße ergossen. Insbesondere betroffen waren laut Polizei die Autobahnab- und -auffahrt Neunkirchen sowie die Zufahrt zum Rasthaus Natschbach, wo das Wasser unter einer Unterführung sogar 80 Zentimeter hoch stand.

Muren und Überflutungen Obersteiermark
Heftige Regenfälle haben auch in der Obersteiermark örtlich zu Überflutungen und kleineren Murenabgängen geführt, wie seitens einiger Freiwilliger Feuerwehren mitgeteilt wurde. Hagel hat Schäden in Judenburg, Oberzeiring und Weißkirchen angerichtet, Straßen mussten von Erd- und Schlammmassen geräumt werden. Von Muren und Überschwemmungen betroffen waren auch Ortschaften im Bezirk Mürzzuschlag.

Im Bezirk Murau im Raum Lachtal verlegte eine Mure eine Straße, die von den Florianis freigemacht werden musste. Von örtlichen Überflutungen betroffen war auch das Gebiet um Steinhaus, Spital am Semmering und Mürzzuschlag. Zahlreiche Straßen mussten von mitgerissenen Steinen und Schwemmmaterial geräumt werden. Auch Keller und Schächte wurden überflutet und mussten ausgepumpt werden. Insgesamt standen 61 Feuerwehrleute mit 13 Mann der Wehren Steinhaus, Spital am Semmering und Mürzzuschlag im Einsatz.

Zusätzlich zu den Wassermassen mussten sich vier Wehren des Bezirkes Mürzzuschlag - Veitsch, Pretal und Klein-Veitsch sowie die Betriebsfeuerwehr des Magnesitwerkes mit dem Brand eines Wirtschaftsgebäudes im Ort herumschlagen: Das Feuer konnte allerdings rasch unter Kontrolle gebracht werden.

(apa/red)

5.8.2008 10:56