Messersteicherei auf Wiener Donauinsel:
Drei Schwerverletzte und 30 Verdächtige
- Männer erlitten Einstiche in Bauch- und Brustraum
- Sechs Freunde von Schlägertruppe angegriffen

Zwei Männer mit einem Bauchstich, ein Opfer mit einer Messerverletzung in der Brust, ein 26-Jähriger mit blauem Auge und bis zu 30 flüchtige Verdächtige - das ist das Endergebnis einer Auseinandersetzung zwischen mindestens 26 Personen, die am Sonntagabend nach 19.00 Uhr auf der Wiener Donauinsel aneinandergeraten sind. Sechs Männer hatten - laut deren Aussage ohne besonderen Grund - mit 20 bis 30 Begleitern eines pöbelnden Radfahrers Streit, berichtete Polizeisprecherin Karin Strycek. Die Schlägertruppe soll währenddessen plötzlich Messer gezückt und die sechs Freunde angegriffen haben.
Ein 24-Jähriger musste schwer verletzt per Hubschrauber ins Spital gebracht werden, Lebensgefahr besteht laut Polizei für keines der Opfer. Zu Schaden kamen ausnahmslos Männer der sechsköpfigen Freundes-Gruppe, die Angreifer blieben offenbar unverletzt. Warum die kleine Auseinandersetzung plötzlich dermaßen eskaliert ist, bleibt unklar. Die 20 bis 30 mutmaßlichen Angreifer flüchteten, nachdem eines der Opfer die Exekutive alarmiert hatte.
Radfahrer löst Streit aus
Laut den unbewaffneten Opfern habe zwischen der U-Bahnbrücke Neue Donau sowie der Brigittenauer Brücke zu Beginn der Rauferei ein Radfahrer geklingelt, um vorbeizufahren. Dieser habe sich von dem spazierenden Sechser-Grüppchen gestört gefühlt. Seine bewaffnete Anhängerschar in unmittelbarer Nähe sei daher wenige Minuten später zur Stelle gewesen, um den Sportler beim Streit zu unterstützen, so Strycek.
Am Nachmittag soll einer der sechs Freunde der Gruppe bereits alleine begegnet sein, dabei soll es ebenfalls schon zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Nähere Details hat keiner der von der Polizei ausfindig gemachten Betroffenen angegeben.
(apa/red)
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