Montag, 4. August 2008

Mord und Selbstmord in Wien-Ottakring: Mann richtete Gattin und danach sich selbst

  • Leichen wurden in gemeinsamer Wohnung gefunden
  • Wahrscheinliches Motiv: 28-Jährige wollte ausziehen

Bluttat in Wien-Ottakring: Laut einer Arbeitskollegin der getöteten 28-Jährigen wollte die Frau aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, berichtete eine Polizeisprecherin. Nach deren Schilderungen dürfte sie Angst vor ihrem Ehemann gehabt, er soll sehr aggressiv gewesen sein. Kurz zuvor hatten die Eltern des 27-Jährigen noch mit ihrem Sohn telefoniert.

Die Leichen waren in der Wohnung des Paares in einem Mehrparteienhaus der Neulerchenfelderstraße gefunden worden, nachdem eine Arbeitskollegin der Frau Alarm geschlagen hatte. Die 28-jährige Krankenschwester war nicht zum Dienst im AKH erschienen und reagierte nicht auf Anrufe, daraufhin hielten zwei Kolleginnen Nachschau bei der Wohnung. "Dort trafen sie auch die Eltern des 27-Jährigen. Diese machten sich ebenfalls Sorgen, weil der Mann nicht zur Arbeit gekommen war", so die Polizeisprecherin zur APA.

Als niemand öffnete, verständigten sie die Exekutive. Die Feuerwehr verschaffte sich daraufhin gewaltsam Eintritt in die Wohnung: Sie war versperrt und innen mit einer Sicherungskette verschlossen. Im Vorraum lag der tote 27-Jährige auf dem Rücken, neben ihm eine Pistole. Im Wohnzimmer entdeckte man dann die erschossene Bosnierin - ihr Kopf lag in einer Blutlache. Die Polizei ging davon aus, dass der Mann zuerst seine Frau und dann sich selbst erschossen hatte. Eine Obduktion soll noch erfolgen. Kinder dürfte das Paar offenbar keine gehabt haben.

(apa/red)

4.8.2008 10:30