Wahnhaftes Denken und Stimmen im Kopf: Der Ursache von Schizophrenie auf der Spur
- Spontane genetische Veränderung erhöht das Risiko
- Erkrankungsrisiko liegt weltweit bei einem Prozent

·Depressive oft mit
ihrer Krankheit alleine
Nach 3 Monaten nur noch
2,5 bis 4 % (!) behandelt
·Licht & Wärme sind Balsam für die Seele
Botenstoff Serotonin sorgt
für richtige Lebensgeister
Drei neu entdeckte Gen-Veränderungen können das Schizophrenie-Risiko deutlich erhöhen. Durch spontane Veränderungen des Erbguts kann eine Schizophrenie möglicherweise quasi aus dem Nichts entstehen. Die Wissenschafter sprechen von einem "aufregenden Schritt vorwärts".
Träger der neu entdeckten Mutationen hätten ein bis zu 15-fach erhöhtes Risiko, an Schizophrenie zu erkranken. Bisher seien keine weiteren Gen-Mutationen bekannt, die auch nur annähernd so stark zu dieser Krankheit beitragen. Normalerweise seien derartige Mutationen sehr selten. Es gebe jedoch Erbgutregionen, die besonders anfällig für Mutationen sind, so das Forscherteam von der Universität Bonn, der Ludwig-Maximilian-Universität München sowie dem Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim.
Schon lange werde angenommen, dass Schizophrenie unter anderem genetisch bedingt ist. Allein durch Vererbung ließen sich die Krankheitsfälle aber nicht erklären. Da die Betroffenen oft keine Kinder bekämen, müsste das Leiden dann immer seltener werden. Das sei aber nicht der Fall: Weltweit liege das Erkrankungsrisiko seit Jahrzehnten unverändert bei einem Prozent. (apa/red)
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