Faszinierende Bilder vom "Mars-Express": Marsmond aus nächster Nähe fotografiert
- Sonde in nur 93 km Entfernung vom Trabanten
- Erstmals die vom Mars abgewandte Seite beobachtet
·Europa emanzipiert sich von der NASA
Visionen der ESA seien anders als jene Amerikas
·Gigantischer Asteroid
formte Marsoberfläche
Borealis-Becken zeugt von gewaltiger Kollision
·Die NASA wird 50 - Echte Feierlaune fehlt
Die großen Erfolge liegen vier Jahrzehnte zurück
·Gigantische Schlucht
auf dem Mars entdeckt
ESA-Sonde liefert Hinweis
auf ehemalige Quellen

Die europäische Raumsonde "Mars Express" hat den Marsmond Phobos aus nächster Nähe fotografiert. Die Sonde flog in nur 93 Kilometern Entfernung an dem Trabanten des Roten Planeten vorbei und nahm einzigartige Bilder auf, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mitteilte.
Die vom DLR betriebene hochauflösende Stereokamera habe noch Details von 3,7 Metern Größe auf der Mondoberfläche erkennen können, erläuterte das DLR. Erstmals wurde die vom Mars abgewandte Seite von Phobos beobachtet. Die Aufnahmen werden nun wissenschaftlich ausgewertet.
Kraterkette zu sehen
Zu erkennen sind auf den Bildern der High Resolution Stereo Camera (HRSC) außergewöhnliche Riefen auf der Oberfläche, die möglicherweise durch ausgeworfenes Material bei Einschlägen auf dem Mars entstanden sind. Außerdem ist auf den Bildern eine Kraterkette zu sehen. Anhand der Aufnahmen lasse sich nun die Beschaffenheit des Mondgesteins analysieren, erläuterte das DLR. Das DLR-Institut für Planetenforschung hatte die Aufnahmen gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und dem Bodenkontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dem ESOC, geplant.
Bei dem kleinen Marsmond Phobos handelt es sich nach DLR-Angaben vermutlich um einen Asteroiden aus der frühen Entstehungsperiode des Planeten, der von der Marsgravitation eingefangen wurde. Der Mond ist 27 mal 22 mal 19 Kilometer groß und gehört zu den am wenigsten reflektierenden Körpern im Sonnensystem.
(apa/red)
