Faymann für heimische Sperrminorität: Voraussetzung für Partner-Suche bei AUA
- Fluglinie hat 'große Bedeutung für Wirtschaftsstandort'
- Lehnt Notverkauf zu ungünstigstem Zeitpunkt ab

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Der geschäftsführende SPÖ-Vorsitzende, Verkehrsminister Werner Faymann hat seine Unterstützung bei der Suche nach einem strategischen Partner für die Austrian Airlines bekräftigt, gleichzeitig aber eine österreichische Sperrminorität an der AUA verlangt. Es solle eine sinnvolle und überlegte Variante gefunden werden, die einerseits die gegebenen Umstände der Fluglinie berücksichtigt und andererseits die österreichischen Interessen wahrt. "Die AUA ist für den Wirtschaftsstandort Österreich von immenser Bedeutung und macht den Flughafen Wien zum Drehkreuz nach Osteuropa. Das weitere Ansiedeln internationaler Headquarters und das Verbleiben der bereits ansässigen darf nicht gefährdet werden", bekräftigt Faymann in einer Aussendung.
Es hängen über 65.000 Arbeitsplätze mittelbar und unmittelbar vom Flugverkehr der AUA ab, auch das müsse berücksichtigt werden. "Die AUA soll eine starke österreichische Fluglinie bleiben", betonte der Verkehrsminister. "Das beizubehalten erfordert entsprechende Einflussnahme, die ich bei der Wahl eines strategischen Partners in Form einer Sperrminorität gesichert wissen möchte. Ich verlange daher, dass der gemeinsame Anteil von ÖIAG und dem österreichischen Konsortium 25 Prozent der Anteile plus eine Stimme ausmacht", betonte Faymann.
"Unter diesen Voraussetzungen befürworte ich die geordnete, seriöse Suche nach einem strategischen Partner. Den Notverkauf zum für die AUA ungünstigsten Zeitpunkt lehne ich ab." Das Drängen zum schnellen Verkauf weist für Faymann "auf künstliche Panikmache" hin.
(apa/red)

