AUA steht vor Verkauf: Lufthansa übt sich zu möglichem Einstieg in Zurückhaltung
- "Befassen uns mit Thema, wenn es akut ist."
- FPÖ ist für einen Rücktritt von Airline-Chef Ötsch

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Chronologie: Staatliche Airline vor Totalverkauf
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Laut Vorstandschef gebe es noch "genug zu tun"
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5,2 Mio. Fluggäste im ersten Halbjahr 2008
Die Deutsche Lufthansa hat sich zurückhaltend über einen möglichen Einstieg bei der österreichischen Fluggesellschaft AUA geäußert. "Wir werden uns mit dem Thema befassen, wenn es akut ist", sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow. Es gebe derzeit keine Klarheit über die in Österreich laufenden Prozesse für einen möglichen Verkauf der angeschlagenen Gesellschaft.
Die AUA ist auf der Suche nach einem Partner, um das Überleben des Unternehmens sicherzustellen. Die russische Fluggesellschaft Aeroflot, die wie Lufthansa als potenzieller Käufer genannt wurde, hat bereits abgewunken, da der mögliche Nutzen das Risiko nicht aufwiege.
FPÖ fordert Ötsch-Rücktritt
FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer den Rücktritt von AUA-Chef Alfred Ötsch. "Ötsch hat auf allen Linien versagt. Bei seinem Antritt hat er bar jedem Branchenwissen großmundig eine Stand-alone-Lösung für die AUA propagiert und damit sowie mit dem Fortsetzen einer wenig intelligenten Flottenpolitik das Unternehmen in ein Gewitter manövriert", so Hofer. Ötsch sei "sehenden Auges in sein Unglück marschiert."
Das BZÖ-Mitglied im Rechnungshofausschuss, Abgeordneter Josef Bucher, warnt davor, die Diskussion über den Verkauf der AUA als billiges Wahlkampfthema zu missbrauchen. "Das Schicksal eines österreichischen Paradeunternehmens und damit tausender Arbeitsplätze ist einfach zu wichtig, um hier billiges politisches Kleingeld zu wechseln", so Bucher.
Die KPÖ lehnt ebenfalls eine Vollprivatisierung der AUA ab. KPÖ-Wirtschaftssprecher Michael Graber ortet ein "durchsichtiges Manöver für den Verkauf an die Lufthansa" und warnt bei einer Übernahme der AUA durch einen Branchenriesen vor "Arbeitsplatzvernichtung" und Reduzierung von Destinationen.
(apa/red)

