Hohe Preise dämpften Treibstoffverbrauch:
Gesamtkonsum um 1,2 Prozent abgeflaut
- Normalbenzinanteil fast um ein Viertel verringert
- Geringe Preisabstände zwischen Treibstoffsorten

Die hohen Treibstoffpreise haben sich im ersten Halbjahr 2008 dämpfend auf den Verbrauch ausgewirkt. Der Gesamtverbrauch an Mineralölprodukten - von Flüssiggas über Treib-und Brennstoffe bis hin zu Schmierstoffen und Bitumen - ist laut Markteinschätzung im ersten Halbjahr 2008 im Jahresvergleich mit 5,842.000 Tonnen um 1,2 Prozent leicht zurückgegangen.
Im Detail sank der Verbrauch von Ottokraftstoffen (Normalbenzin, Eurosuper, Super Plus) laut dem Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) im Halbjahr 2008 um 9,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und betrug rund 885.000 Tonnen oder knapp 1,2 Milliarden Liter. Davon wurde der Großteil (99,6 Prozent) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz an die Endverbraucher abgegeben.
Geringe Preisunterschiede
"Die Verringerung des Normalbenzinanteils um fast ein Viertel in den letzten zwölf Monaten geht in erster Linie darauf zurück, dass die Preisabstände zwischen Normalbenzin und Eurosuper an Tankstellen derzeit nur im Zehntel-Cent-Bereich liegen bzw. die Preise für beide Produkte gleich sind. Die Entwicklung bei Normalbenzin und Superbenzin ergibt sich aus dem Produktenmarkt in Rotterdam, wo diese Treibstoffsorten getrennt gehandelt werden", betont Christoph Capek, Geschäftsführer des FVMI.
Treibstoffpreise als Ursache
Der Verbrauch an Dieselkraftstoffen ging im ersten Halbjahr 2008 um 4,7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zurück und betrug etwa 3,050.000 Tonnen oder 3,6 Milliarden Liter. Der geringere Treibstoffverbrauch könne mit dem gestiegenen Treibstoffpreisniveau und auch mit dem geringeren Fahraufkommen im Privatbereich während der Fußball-EM erklärt werden, so Capek.
Bei Heizöl Extra Leicht ergab sich im ersten Halbjahr 2008 mit einem Absatz von 810.000 Tonnen ein Plus von 26 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Dieses Plus gegenüber dem schwachen Ergebnis im ersten Halbjahr 2007 sei mit dem milden Winter 2007 zu erklären, der den Heizölverbrauch in der Vorjahresperiode einbrechen ließ.
(apa/red)

