Wegen Doping ausgeschlossen: Sieben Russinnen von Olympia 2008 suspendiert
- Unter ihnen Hallenweltrekordlerin Jelena Sobolewa
- IAAF-Begründung: "Betrügerischer Urin-Ersatz"

Sieben russische Leichtathletik-Olympia-Nominierte, u.a. 1.500-m-Hallenweltrekordlerin Jelena Sobolewa, sind von der Internationalen Leichtathletik-Föderation IAAF suspendiert worden. "Wir haben einen Brief von der IAAF bekommen, in der die Suspendierung verkündet wurde", sagte Verbands-Boss Walentin Balachnitschjow. Neben Sobolewa sind Daria Pischtschalnikowa, Gulfia Chanafejewa, Tatjana Tomaschowa, Julia Fomenko, Swetlana Tscherkasowa und Olga Jegorowa betroffen.
"Der Grund für die Suspendierung ist laut IAAF eine Manipulation der Proben, die von den Athletinnen vergangenes Jahr bei einer Dopingkontrolle abgegeben worden waren", fügte Balachnitschjow hinzu. "Diese Entscheidung zerstört die Hoffnungen unserer Sportlerinnen, an den Olympischen Spielen teilzunehmen."
"Betrügerischer Urin-Ersatz"
Der Leichtathletik-Weltverband sprach von "betrügerischem Urin-Ersatz". Dieser sei "eine verbotene Methode und ein Verfahren, Dopingkontrollen zu verfälschen". Dabei bezog man sich auf die Artikel 32.2 (b) und 32.2 (e) der eigenen Antidoping-Reglements.
Die IAAF hielt fest: "Diese Verletzungen der Regeln wurden dank der Lagerung der Proben durch die IAAF und dank neuartiger Analysen, die Techniken zum Vergleich einsetzen, aufgedeckt. Sie sind das Resultat einer spezifischen Untersuchung, die seit mehr als einem Jahr von der IAAF veranlasst und durchgeführt worden sind." Die Athletinnen haben nun 14 Tage, um eine Anhörung beim russischen Verband zu verlangen. Diese muss dann innerhalb von zwei Monaten abgehalten werden.
(apa/red)