Paszek trotz Montreal-Erfolg in Peking
nicht dabei: ÖOC-Entscheidung "definitiv"
- Manuela Kovarik: "Nominierung ist abgeschlossen"
- Tennis-Verband hatte sich für Paszek eingesetzt
Der Österreichische Tennisverband hat auf den sensationellen Erfolg von Tamira Paszek über die Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic im Achtelfinale des Turniers in Montreal reagiert. Paszek war vom Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) trotz Erreichens eines internationalen Quotenplatzes wegen fehlender nationaler Limits nicht für Peking nominiert worden. Der Verband setzte sich noch einmal für die 17-Jährige ein, doch laut ÖOC wird es definitiv kein Olympia-Antreten der Vorarlbergerin in China geben.
ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl betonte auf Anfrage der APA: "Wir stehen seit den frühen Morgenstunden mit dem ÖOC und dem Internationalen Tennisverband ITF in Kontakt, ich telefoniere ständig zwischen Peking und London hin und her." Auch Präsident Ernst Wolner sei in der Causa sehr aktiv. "Aber die Entscheidungsgewalt liegt nicht bei uns."
"Die Frist war der 23. Juli"
Das ÖOC indes hat sich längst festgelegt. "Es gibt keine Möglichkeit mehr, die Frist war der 23. Juli. Auch wenn jetzt noch ein Platz vom internationalen Verband angeboten werden sollte und das irgendwie möglich wäre - unsere Nominierung ist abgeschlossen. Das ist definitiv und mit Präsident Leo Wallner abgesprochen", sagte Manuela Kovarik, die stellvertretende ÖOC-Generalsekretärin. Paszeks Leistungen seien für Peking zu spät gekommen.
(apa/red)
