Auslosung in Nyon: Lösbare Aufgaben für Österreich-Trio in UEFA-Cup-Qualifikation
- Salzburg-Suduva, Sturm-FC Zürich, Austria-Tiflis
- Alle drei ÖFB-Teams spielen zunächst auswärts

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Durchwegs lösbare Aufgaben haben Österreichs drei Vertreter in der zweiten Qualifikationsrunde des UEFA-Cups zugelost bekommen. Während Red Bull Salzburg auf den litauischen Vizemeister Suduva Marijampole trifft, bekommt es die Wiener Austria mit dem georgischen Vizemeister Georgia Tiflis zu tun.
Die vermutlich härteste Nuss hat Sturm Graz zu knacken, das über den UI-Cup in den UEFA-Cup vorstieß. Die Steirer treffen auf den FC Zürich, der die Vorsaison in der Schweiz als Dritter abschloss.
Alle drei ÖFB-Teams spielen zunächst auswärts, Spieltermine sind am 14. und 28. August. Die Sieger steigen in die erste Hauptrunde des UEFA-Cups auf.
"Eine günstige Auslosung"
"Für uns ist das eine günstige Auslosung, ich bin ziemlich zufrieden", meinte Salzburg-Trainer Co Adriaanse zum Los Suduva. Dass das erste Spiel auswärts in der 70.000 Einwohner zählenden Industriestadt Marijampole stattfindet, sehen die Salzburger zudem als kleinen Vorteil an. "Normalerweise ist es günstig, wenn man zuerst auswärts spielt. Weil man dann genau weiß, was man im eigenen Stadion braucht", so Adriaanse.
"Eine schwierige, aber lösbare Aufgabe. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen, aber nach meinem Gefühl müsste Tiflis in etwa so stark wie zuletzt Tobol sein", meinte Austria-Coach Karl Daxbacher, nachdem er unmittelbar nach der Auslosung die ersten Infos eingeholt hatte. Er hat sich jedenfalls von seinem Schützling Franz Schiemer schon die Telefonnummer seines Kollegen Petr Segrt besorgt, der früher in Österreich tätig war.
"Segrt war zu gemeinsamen Rieder Zeiten mein erster Trainer als Profi. Unter ihm habe ich dort sofort gespielt und bin bis heute mit ihm in Kontakt", erzählte der Innenverteidiger, der WIT Tiflis als "keine leichte Aufgabe" einstuft. Diese Vereine hätten zuletzt sehr stark aufgeholt. "Es gibt keine Alibi-Gegner mehr, wir müssen alles geben, um den Aufstieg zu schaffen", sagte der Teamspieler. Thomas Krammer, der das entscheidende 2:0 gegen Tobol per Kopf erzielt hatte, spricht ebenfalls von einer "schwierigen Aufgabe".
"Eine interessante Aufgabe"
"Wir nehmen es so, wie es kommt, eine interessante Aufgabe, ein guter Gegner", urteilte Sturm-Trainer Franco Foda über das Los FC Zürich. "Ich kenne alle europäischen Ligen und weiß, dass das eine spielstarke Mannschaft ist, gegen die wir hundert Prozent geben müssen." 2006 hatte Red Bull Salzburg jedenfalls Mühe, sich in der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde gegen die Zürcher durchzusetzen (Gesamtscore 3:2).
Sturms Abwehrchef Ferdinand Feldhofer nahm es gelassen. "Es ist sicher nicht das attraktivste Los, von dem her wäre mir schon Stuttgart lieber gewesen. Aber auf jeden Fall ist es besser, als nach Weißrussland zu fahren. Ich denke aber nicht, dass der Schweizer Fußball weit über unserem einzustufen ist. Ich weiß von Zürich nur, dass es sich um eine junge Mannschaft handelt. Aber das heißt nichts, wir sind ja auch nicht alt. Ich hoffe, dass das Grazer Stadion ausverkauft ist, schließlich wurde hier seit 2002 nicht mehr UEFA-Cup gespielt."
(apa/red)
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