Austria Wien in der UEFA-Cup-Quali weiter:
Krammer mit goldenem Tor gegen Kostanai
- Milenko Acimovic traf und vergab dann Elfmeter
- Armenischer Gegner im Horr-Stadion ungefährlich

Die Wiener Austria hat dank einer starken Leistung im Rückspiel in der ersten UEFA-Cup-Quali-Runde die "Hürde" Tobol Kostanai doch noch genommen. Nach dem peinlichen 0:1 in Kasachstan setzten sich die Violetten in Wien verdient 2:0 (1:0) durch und schafften damit den Aufstieg. Neben Red Bull Salzburg und Sturm Graz darf damit ein dritter österreichischer Vertreter der Auslosung in Nyon entgegenblicken.
Milenko Acimovic schaffte per Elfmeter (24.) die Führung für die Austria, kurz vor dem Pausenpfiff scheiterte der Slowene aber mit einem weiteren Strafstoß. Thomas Krammer (52./Kopfball) gelang mit seinem ersten Tor im violetten Trikot kurz nach Seitenwechsel schließlich das entscheidende 2:0. Kostanai war vor 6.404 Zuschauern im Horr-Stadion ungefährlich und beendete die Partie nach einer Gelb-Roten Karte für Nurdauletow (66.) nur zu zehnt.
Die Austria bot von Beginn weg Einbahnstraßenfußball auf das Tor der 24 Stunden angereisten Kasachen. Tobol verteidigte den Vorsprung aus dem Hinspiel und kam nur nach einem Freistoß durch Dimitrow (16.) gefährlich vor das Austria-Tor. Die Violetten, denen wie von Trainer Karl Daxbacher gefordert "Power und Siegeswillen" nicht abzustreiten war, versuchten ihr Glück vehement über das Flügelspiel und die Standardsituationen: Acimovic (18.) traf mit einem Kopfball nach einer Sun-Ecke nur das Außennetz.
Acimovic trifft & vergibt
Trotz klarer Austria-Überlegenheit gingen die Hausherren für Fans und wohl auch Spieler überraschend in Führung. Nach einer weiten Flanke von Acimovic auf Bazina ging die Hand von Verteidiger Irismetow in Richtung Ball, auf Intervention seines Assistenten entschied der portugiesische Schiedsrichter Carlos Miguel Toborda Xista auf Strafstoß. Acimovic rollte den Ball locker zum 1:0 ins Tor.
Kurz vor dem Pausenpfiff stand der Slowene erneut im Mittelpunkt. Nach schönem Doppelpass mit Okotie, der in der 42. Minute einen Gewaltschuss verzogen hatte, räumte Tarasenko Acimovic aus dem Weg. Dieser versuchte es vom Elferpunkt erneut mit einem Roller, Petuchow ließ sich aber kein zweites Mal täuschen und erwischte den Ball im Nachgreifen.
Erster Austria-Treffer
Die Austria kam trotzdem mit demselben Elan aus der Kabine und wurde nur sieben Minuten später belohnt. Nach einer Majstorovic-Flanke in den Strafraum setzte sich der nicht unbedingt als "Kopfballungeheuer" bekannte Krammer im Luftduell gegen seinen Gegenspieler durch und durfte erstmals als Austrianer jubeln. Standfest (64.) ließ per Kopf eine weitere Möglichkeit ungenutzt, ehe Nurdauletow innerhalb von wenigen Minuten nach zwei Fouls an Acimovic vom Feld musste.
Tobol, das durch Tarasenko (59./nach Eckball per Kopf) nur knapp am 1:2 vorbeigeschrammt war, entwickelte das Aus vor Augen erst ab der 70. Minute Offensivdrang. Davor hatte Acimovic (68.) per Freistoß nur die Lattenoberkante getroffen. Trotz einiger sich bietenden Konterchancen war die Austria, die erstmals seit sechs Europacup-Auftritten wieder siegte, nun eher bemüht, den Vorsprung über die Zeit zu spielen.
FK Austria Wien - FC Tobol Kostanai Endstand 2:0 (1:0)
Wien, Franz-Horr-Stadion, 6.404 Zuschauer, SR Carlos Miguel Toborda Xista/Portugal
Torfolge:
1:0 (28.) Acimovic (Elfmeter)
2:0 (52.) Krammer
Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic - Krammer, Hattenberger, Acimovic, Sun (69. Madl) - Bazina, Okotie (81. Topic)
Tobol: A. Petuchow I - Mukanow, Tarasenko, Dimitrow, Irismetow - Nurgaljew (68. Jakowlew), Baltjew, Nurdauletow, Schumaskaljew (91. Skorich), Charabara (85. A. Petuchow II) - Golban
Gelb-Rote Karte: Nurdauletow (66./Foul)
Gelbe Karten: Hattenberger, Sun bzw. Tarasenko
(apa/red)
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