Aus der Traum: Langbahn-Europarekord von Österreicherin Jukic offenbar ungültig
- Becken in Schwechat laut Zeitungsbericht zu kurz
- Bisher noch kein Kommentar vom Schwimm-Verband

·Europarekordlerin Jukic im STECKBRIEF
22-Jähríge hatte bereits einige beachtliche Erfolge
Der erste Langbahn-Europarekord österreichischer Schwimmer seit vielen Jahrzehnten könnte ins Wackeln geraten. Laut einem Zeitungsbericht soll das Becken in Schwechat, in dem Mirna Jukic mit 2:23,90 Minuten vermeintlich eine neue Bestmarke über 200 m Brust gesetzt hatte, um vier Zentimeter zu kurz sein. Bei Rekorden ist zwar eine Toleranzgrenze erlaubt, diese beträgt aber "nur" zwei Zentimeter.
OSV-Generalsekretär Gangel wollte dazu vorerst keinen näheren Kommentar abgeben. "Der Österreichische Schwimm-Verband hat darüber noch keine Nachricht und kein Vermessungsprotokoll erhalten", meinte er dazu nur. Sollte der Europarekord keine Anerkennung finden, hat Jukic freilich schon in zwei Wochen bei Olympia in Peking eine Top-Chance, sich die Rekord-Eintragung doch zu sichern.
Sollte die 4-cm-Abweichung zutreffen, wäre das besonders bitter, da die so fehlenden 16 cm in Zeit umgewandelt 11,5 hundertstel Sekunden entsprechen. Jukic blieb aber um 13/100 Sekunden unter dem vom 20. September 2000 stammenden Europarekord der Ungarin Agnes Kovacs, der Europarekord wäre ihr also auch so sicher gewesen.
Laut "Kurier" sei das zu kurze Becken darauf zurückzuführen, dass in den 70-Jahren infolge von Schäden am Becken die damals mit der Reparatur beauftragte Firma ein 50 m langes Nirosta-Becken einsetzen sollte. Die zwecks Zeitnehmung verwendeten gelben Plastikmatten verkürzen das Becken aber um wenige Zentimeter. Offen sei, ob damals darauf keine Rücksicht genommen worden ist.
(apa/red)
