Mehrere Tote bei Kämpfen in Südossetien: Georgische Soldaten beschossen Zchinwali
- Kokojty kündigte "harte und spürbare Reaktionen" an
- Bakradse fordert internationale Friedenstruppen

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In der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien sind nach offiziellen Angaben bei Feuergefechten drei Menschen getötet und mindestens sieben verletzt worden. Georgische Soldaten hätten die südossetische Hauptstadt Zchinwali mit großkalibrigen Waffen beschossen. Das sagte der Präsident des abtrünnigen Gebiets, Eduard Kokojty, nach Angaben der Agentur Interfax. Der Politiker kündigte "harte und spürbare Reaktionen" gegen Georgien an. Zchinwali teilte mit, südossetische Truppen hätten die georgischen Stellungen unter Beschuss genommen.
Georgien hatte Südossetien vorgeworfen, bei einem Terroranschlag sechs georgische Polizisten verletzt zu haben. Parlamentschef David Bakradse forderte, die in der Region stationierten russischen Friedenstruppen durch internationale Polizeieinheiten zu ersetzen. Das nach internationaler Anerkennung seiner Unabhängigkeit strebende Südossetien wies die Vorwürfe zurück. Georgien hatte stets seinen völkerrechtlich verankerten Anspruch auf Südossetien erhoben und Russland Annektierungsversuche vorgeworfen.
In der Konfliktregion mit den von Georgien abtrünnigen Gebieten Südossetien und Abchasien war es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Scharmützeln und Bombenanschlägen mit Toten und Verletzten gekommen. Beobachter halten derzeit zwar einen neuen abchasischen-georgischen Krieg für unwahrscheinlich, schließen dagegen eine Eskalation in Südossetien nicht aus. Südossetien und Georgien kündigten erhöhte Gefechtsbereitschaft an. In der Region waren laut Medienberichten mehrere hundert Kinder in Sicherheit gebracht worden.
(apa/red)
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