Folgt auf Rücktritt Korruptionsprozess?
Beamte befragten Olmert wegen Spenden
- Soll in 15 Jahren 150.000 Dollar angenommen haben
- Gaza: Hamas begrüßte Olmerts Rückzug als "Sieg"
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gegen Ehud Olmert
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Beste Nachfolgechancen für die Außenministerin

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert wird nach seinem Rücktritt wegen Korruptionsvorwürfen vernommen. Polizeibeamte suchten den Regierungschef und noch amtierenden Vorsitzenden der Kadima-Partei in seiner Residenz in Jerusalem auf. Dabei sollte es vor allem um die Geldzuweisungen des amerikanischen Geschäftsmanns Morris Moshe Talansky an Olmert gehen. Der Regierungschef hatte angekündigt, er werde sich der Wahl des Kadima-Vorsitzenden durch alle Parteimitglieder Mitte September nicht stellen und damit auch das Amt des Ministerpräsidenten aufgeben.
Olmert wird beschuldigt, innerhalb von 15 Jahren rund 150.000 Dollar in bar von Talansky angenommen zu haben. Gegen den 62-jährigen Premier wird auch wegen Spesenbetrugs ermittelt. Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas erklärte am Donnerstag, er wolle mit Olmert weiterverhandeln, bis dieser aus dem Amt scheide. Israels Außenministerin Tzipi Livni, eine der Favoriten für Olmerts Nachfolge, sieht ihrerseits durch den angekündigten Rückzug des Ministerpräsidenten keine Gefahr für den Friedensprozess im Nahen Osten. Die im Gaza-Streifen herrschende radikale Palästinenserorganisation Hamas begrüßte Olmerts Rückzugsankündigung als "Sieg".
(apa/red)
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