"Historischer Tag des Kosovo": Erster eigener Reisepass in Pristina ausgestellt
- Premierminister übergab das Dokument persönlich
- Thaci: "Bürger des Kosovo haben eigene Identität"

·Geberkonferenz: 1,2
Mrd. Euro für Kosovo
Österreich beteiligt sich mit 15 Millionen Euro
·Von Amselfeld bis zur Staatswerdung
Kosovo-Chronologie von über sechs Jahrhunderten
·Albaner machen 25%
Mazedoniens aus
Nicht alle Gebiete kamen
1913 zum Staat Albanien
In der kosovarischen Hauptstadt Pristina sind die ersten Reisepässe des jungen Staates ausgestellt worden. "Die Bürger des Kosovo haben ab heute ihre eigene Identität", sagte Ministerpräsident Hashim Thaci und überreichte den ersten Pass an Teuta Begolli aus Pristina. Es handle sich um einen "historischen Tag der neuen Etappe des Kosovo", meinte der Premier.
Der Kosovo hatte am 17. Februar einseitig seine Unabhängigkeit ausgerufen. Bis dato haben 43 Staaten, darunter 20 EU-Länder, den Kosovo als eigenen Staat anerkannt. Belgrad jedoch behandelt ihn weiterhin als seine südliche Provinz und hat angekündigt, die neuen Kosovo-Reisepässe nicht anzuerkennen.
Die Kosovaren haben seit Juni 1999 entweder serbische Pässe oder die von der UNMIK ausgestellten Dokumente für Auslandsreisen benutzt, wobei viele Staaten die UNO-Dokumente nicht anerkennen. Zuletzt stellte die UNO-Verwaltung in Pristina die Ausgabe ihrer Reisedokumente ein. Viele Kosovaren dürften aber ihre serbischen Reisepässe vorerst weiterhin behalten, um in jene Staaten reisen zu können, die den Kosovo nicht als unabhängigen Staat anerkennen.
(apa/red)
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