Detonation mitten im Urlauberparadies:
Bombe explodierte am Strand in Südspanien
- Innenminister: "Es ist ohne Zweifel eine ETA-Bombe"
- Der kleine Sprengkörper richtete keine Schäden an

Die Explosion einer kleinen Bombe am Strand von Torremolinos an der südspanischen Costa del Sol geht auf das Konto der baskischen Untergrundorganisation ETA. Das teilte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba nach der Analyse des Sprengsatzes in Madrid mit. "Es ist ohne Zweifel eine ETA-Bombe", sagte er. In der Nähe sei zudem ein Rucksack mit einer Pistole, Munition, einem gefälschten Militärausweis und Material zur Herstellung von Bomben gefunden worden.
Bei der Detonation in der Nacht war lediglich leichter Sachschaden entstanden. Ein 16-jähriger Tourist, der über Benommenheit klagte, wurde von Sanitätern behandelt. Der Sprengsatz war ohne Vorwarnung unweit der Strandpromenade und eines Urlauberhotels mit rund 800 Gästen explodiert, darunter auch viele Briten. Die Bombe war unter einer Fußgängerbrücke deponiert. Zum Zeitpunkt der Explosion flanierten dort noch zahlreiche Menschen.
Wieder Normalität eingekehrt
Inzwischen herrsche wieder Normalität, sagte Bürgermeister Pedro Fernandez Montes. Der Strand sei wieder für die Urlauber freigegeben worden. Die Sprengkraft der Bombe war nach seinen Worten "minimal". Ziel sei es gewesen, Angst und Schrecken zu verbreiten. Der Sprengsatz war ohne Vorwarnung in der Nähe der Strandpromenade und eines Urlauberhotels mit rund 800 Gästen explodiert, darunter auch viele Briten. Er war unter einer Fußgängerbrücke deponiert. Zum Zeitpunkt der Explosion flanierten dort noch zahlreiche Menschen.
Bereits zuvor hatte die ETA vier Bombenanschläge in Ferienorten an der nordspanischen Atlantikküste verübt. Die Terroristen hatten telefonisch vor den Explosionen gewarnt. Bei der Zerschlagung eines gefährlichen ETA-Kommandos waren zwei Tage später Pläne der Organisation für Attentate auf südspanische Touristenziele aufgedeckt worden.
(apa/red)
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