Freitag, 1. August 2008

Klement im Kampf gegen "Strache-Junta":
Formiert Unterstützer in der Kärntner FPÖ

  • Ausgeschlossener sieht die Landespartei hinter sich
  • Klement schließt einen Wechsel zum BZÖ nicht aus

Der aus der FPÖ ausgeschlossene Karlheinz Klement hat den Kampf offensichtlich noch nicht aufgegeben. Der streitbare Mandatar hat Unterstützer um sich gesammelt, um über den weiteren Weg der Kärntner Gruppe zu beraten. Klement sieht die Mehrheit der Kärntner FPÖ hinter sich und spricht von einer "Strache-Junta", von der sich viele loslösen wollten.

"Es gibt zwei Linien in der FPÖ", beschreibt Klement die Situation der Kärntner Blauen. Eine davon wolle weiter den Weg der Bundespartei mitgehen, eine zweite befürworte die Wiedervereinigung des Dritten Lagers in Kärnten - also mit dem BZÖ. Eine Minderheit habe sogar angedacht, mit der Liste des ÖVP-Rebellen Fritz Dinkhauser gemeinsame Sache zu machen. "Allerdings haben wir nur wenig gemeinsam" so Klement. Tatsache sei zumindest: "Strache ist in Kärnten unbeliebt."

Wechsel zum BZÖ?
Wie es um die politische Zukunft des Ausgeschlossenen bestellt ist, weiß dieser selbst noch nicht so genau. Derzeit denkt Klement über einen anderen Weg nach, bestätigt er. Ob er sich dem BZÖ anschließen werde, schloss er jedenfalls nicht aus. "Ich werde einmal schauen." Besonders verärgert ist der ehemalige Blaue über die Vorgangsweise seines Ausschlusses. So habe die Bundes-FPÖ Klement noch keine genaue Begründung für ihr Vorgehen liefern können. Und: Kurz nachdem Klement von seinem Ausschluss erfahren hatte, seien ihm Handy und E-Mail-Zugang gesperrt worden.

Strache selbst sagte im "Kurier" über Klements Ausschluss: "Er hat sich selbst aus der Gemeinschaft gestellt." Dass auch andere FPÖ-Mitglieder, etwa Barbara Rosenkranz oder Andreas Mölzer, mit dem Ausschluss bedroht wurden, sei "absoluter Unsinn". Beide hätten die Entscheidung unterstützt. (apa/red)

1.8.2008 22:45