Freitag, 1. August 2008

Mölzer begrüßt Ausschluss von Klement -
Vilimsky verhöhnt "Sektenguru des BZÖ"

  • "Stadler ist der Sektenguru des Orangenhaufens"
  • Weitere Parteiausschlüsse folgen angeblich nicht

Das Antreten des aus der FPÖ ausgetretenen Abgeordneten Ewald Stadler für das BZÖ ist zwar immer noch nur Gerücht, die Freiheitlichen haben aber schon zur ersten Attacke angesetzt. Stadler werde "von der religiösen Sekte hin zum Spitzenkandidat einer politischen Sekte", ätzte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky in einer Aussendung. Der freiheitliche EU-Parlamentarier Andreas Mölzer begrüßte wiederum den Parteiausschuss des Kärntner FPÖ-Abgeordneten und Vizeparteichefs Karlheinz Klement und wies dessen Behauptung, seine Freundschaft mit Stadler sei für den Rauswurf ursächlich gewesen, als "völligen Unsinn" zurück.

Als ebenso "unsinnig" bezeichnete Mölzer Klements Behauptung, andere ehemalige "Stadler-Freunde" wie Barbara Rosenkranz und er, Mölzer selbst, würden ebenfalls mit dem Ausschluss bedroht. Der EU-Parlamentarier warf Klement gleichzeitig "statutenwidriges" Verhalten und "Manipulationen" beim Landesparteivorstand vor.

Vilimsky, der Stadler als "Sektenguru des Orangenhaufens" bezeichnete, wollte von den ehemaligen Parteifreunden wissen, ob "das BZÖ jetzt gemeinsame Bibellesestunden mit freier Stadlerinterpretation veranstaltet" und riet: "Jungs, vergesst bitte eure Bußgürtel nicht zu Hause." (apa/red)

1.8.2008 12:36