Kleinparteien rennen um Autogramme:
"Der Stimmenfang ist eine Ochsentour"
- Dinkhauser mit Unterschriftensammlung zufrieden
- Hackl hat Probleme, LIF und Linke zuversichtlich

·'Kompromisse sind nicht immer das Beste'
Laura Rudas im news.at-
Interview über Visionen
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·Klement aus der
FPÖ ausgeschlossen
'Parteischädigendes Ver-
halten' als Grund genannt
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Gute Wahl-Chancen für Heide Schmidt und Co.
·Dinkhauser ist nicht mehr ÖVP-Mitglied
Rebell ist nun endgültig von der Partei losgelöst
Unterschiedliche Erfahrungen machen derzeit die Kleinparteien im Wettkampf um ein Antreten bei der Nationalratswahl. So überwiegt zwar beim Gros ungebrochener Optimismus, die notwendigen 2.600 Unterschriften für ein österreichweites Antreten zu erreichen, Ausnahmen gibt es allerdings. So spricht die KPÖ zumindest von einer Herausforderung, der Schauspieler Karlheinz Hackl kämpft noch mit bürokratischen Hürden.
Zuversichtlich präsentiert sich etwa das Liberale Forum (LIF): "Es schaut sehr gut aus", sagte eine Sprecherin gegenüber der APA. In Wien habe man bereits mehr als die Hälfte der notwendigen Unterschriften, in Salzburg fast alle. Auf die Bundesländer werde man sich aber ohnehin erst später verstärkt konzentrieren. Seit der Bekanntgabe der Kandidatur und der Spitzenkandidatin Heide Schmidt würden täglich rund 300 E-Mails in der Parteizentrale eintrudeln, das Feedback sei "wahnsinnig positiv".
Aufbruchstimmung in Tirol
"Aufbruchsstimmung" ortet Fritz Dinkhauser. Allein in Tirol hat er nach eigenen Angaben bereits 1.000 Unterschriften gesammelt - "das ist nicht das Problem, sonst müsste ich zusperren". Der Stimmenfang sei allerdings "natürlich eine Ochsentour". Bei einer Klausur Samstagvormittag will Dinkhauser mit mehreren "Köpfen" aus den einzelnen Bundesländern zusammentreffen. Ausschließen will er dabei auch nicht, dass bekannte ÖVP-Funktionäre sich ihm anschließen könnten.
"Wir sammeln", hieß es aus der KPÖ lapidar. Mehrere Aktivisten seien zu diesem zweck derzeit auf der Straße unterwegs, größtenteils in Eigeninitiative. Eine gewonnene Geschichte sei das Antreten allerdings nicht, "es ist schon eine Herausforderung". Auch was die Teilnehmer Prominenter betrifft, buhlt die KPÖ derzeit noch um Unterstützung. So habe man bei Regisseur Kurt Palm, der bereits vor zwei Jahren für die Kommunisten antrat, angefragt, ebenso wie bei anderen "Personen, die wir gerne hätten".
Optimismus bei der Linken
Ungebrochener Optimismus herrscht bei der Liste "Linke". Herrman Dworczak: "Es schaut sehr gut aus." In Wien habe man zumindest schon die Hälfte der nötigen 500 Unterstützungserklärungen, so Dworczak. Nach dem internen Eklat wegen der Forderung nach der "Enteignung der oberen 10.000" will man sich nun auf realistischere und einheitliche Forderungen konzentrieren. Etwa auf das Übergehen des Glanzstoff-Werks in St. Pölten in öffentliches Eigentum.
Mit bürokratischen Hürden, um überhaupt die nötigen Unterschriften sammeln zu können, kämpft Hackl derzeit. Bei den "Christen" ist das Sammeln diese Woche laut eigenen Angaben "sehr gut angelaufen". Die Ärzte-Liste "Die Weißen" trifft derzeit Vorbereitungen, eine Kandidatur wollte sie allerdings noch nicht bekanntgeben. Die EU-kritische "Unabhängige Bürgerinitiative Rettet Österreich" sammelt schon "auf Hochtouren", nur die Monarchisten waren für eine offizielle Auskunft nicht erreichbar. (apa/red)
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