Donnerstag, 31. Juli 2008

SPÖ hat mittlerweile "genug gestritten":
Startet als als erste Partei Plakatwahlkampf

  • Bundesgeschäftsführerin Bures präsentiert Slogan
  • Sozialdemokraten streben Fairness-Abkommen an

Die SPÖ hat als erste Partei den Plakat-Wahlkampf eröffnet. Bundesgeschäftsführerin Doris Bures präsentierte jenes Sujet, mit dem Spitzenkandidat Werner Faymann in die Auseinandersetzung zieht. "Genug gestritten" lautet der Slogan, und der soll laut Bures dafür stehen, dass die SPÖ eine sachliche Auseinandersetzung in der Kampagne suchen wird. Zwar werde ein Wahlkampf nie im Streichelzoo geführt, "es muss aber nicht in eine Großwild-Safari ausarten".

Deshalb streben die Sozialdemokraten auch ein Fairness-Abkommen an, das die Verpflichtung zu Sachlichkeit und Sparsamkeit enthalten soll. Zwar meint Bures, dass die Parteien sich hier nur selbst verpflichten sollen, jedoch müssten auch Sanktionen vorgesehen werden. Bei Verstößen sollten Gelder an karitative Organisationen gezahlt werden.

Sachorientierte Politik im Vordergrund
Grundsätzlich will die SPÖ offenbar auf einen Positiv-Wahlkampf setzen. Bures sprach von einer sehr schwierigen Situation, sei doch das Bild der Politik in den vergangenen Monaten kein Gutes gewesen. Daher wolle die SPÖ nun eine sachorientierte Politik in den Vordergrund stellen und auf persönliche Angriffe verzichten. Die Kampagne solle auch eine Einladung zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten darstellen. Und niemand stehe für solch einen Kurs besser als Faymann, der stets das Gemeinsame vor das Trennende stelle.

So ist der rote Kanzlerkandidat auf dem Plakat auch mit freundlichem Gesichtsausdruck abgelichtet, der Hintergrund ist rot, Faymann trägt dunklen Anzug. Daneben der Slogan "Genug gestritten". Reaktionen aus der eigenen Partei auf die Plakat-Kampagne hat die Wahlkampfleiterin eigenen Angaben zu Folge noch nicht. Es würde sie aber nicht wundern, wenn es nicht überall Lob gebe, auch wenn das eigentlich angebracht wäre.

(apa/red)

31.7.2008 12:12