Schwere Unwetter über Österreich: Radmer über Stunden durch Mure abgeschnitten
- Drei Bergsteiger von Blitz getroffen - leicht verletzt
- 53-jährige Linzerin in reißendem Bach ertrunken

·Aprilwetterscherze mitten im Sommer
Wochenende: Regen, Gewitter & Sonnenschein
·Unwetter zogen über ganz Tirol und Kärnten
49-Jähriger vom Blitz getroffen und verletzt
·Reichlich Gewitter in Sommermonaten 2008
30 Prozent mehr Blitz und
Donner im Juni und Juli
Schwere Unwetter haben in der Obersteiermark für Überflutungen und Murenabgänge gesorgt. Das in den vergangenen Wochen stark betroffene Radmer (Bezirk Leoben) war neuerlich für Stunden nicht erreichbar, da Geröllmassen eine Brücke im Verlauf der einzigen Zufahrtsstraße in den Ort bedeckten. Am Kaiserschild mussten drei Bergsteiger nach einem Blitzschlag mit leichten Verletzungen aus der Kletterwand geborgen werden.
Die L127, Radmerer Landesstraße, hatte gesperrt werden müssen, da die Weißenbachbrücke rund zwei Kilometer vor der Talortschaft etwa eineinhalb Meter hoch von mitgeschwemmten Geröllmassen bedeckt war. Der Ort selbst sei von den neuerlichen Unwetter weitgehend verschont geblieben, erklärte die Polizei. Mit Baggern wurde die Brücke freigelegt und war schließlich wieder für den Verkehr freigegeben.
Bergsteiger von Blitz getroffen
In Eisenerz (ebenfalls Bezirk Leoben) gerieten drei Bergsteiger am Kaiserschild in rund 1.830 Metern Seehöhe in Not. Eine 34-jährige Wienerin sowie ein 45-Jähriger und ein 14-Jähriger aus dem niederösterreichischen Bezirk Lilienfeld waren zu einer Bergtour aufgebrochen. Trotz des herannahenden Unwetters, kletterte das Trio weiter die Wand hinauf, bis sie unter einem Felsvorsprung Schutz suchten, um das Gewitter abzuwarten. Gerade als sie per Handy die Einsatzkräfte verständigten, schlug ein Blitz nahe dem Trio ein. Die Kletterer wurden in ihre Sicherungsseile geschleudert und verloren kurzzeitig das Bewusstsein. Sie konnten leicht verletzt mit dem Rettungshubschrauber geborgen werden.
Frau ertrank in reißendem Bach
Eine 53-jährige Linzerin ist von einem Hochwasser führendem Bach in Bad Leonfelden im Bezirk Urfahr-Umgebung mitgerissen worden und ertrank. Es wird aber vermutet, dass sie eine Brücke verfehlte.
Die Frau besuchte ihren Bruder. Die beiden fuhren zu dessen Haus. Vor diesem liegt der normalerweise unscheinbare Weigetschläger Bach. Doch zu diesem Zeitpunkt ging im nördlichen Mühlviertel ein heftiges Gewitter nieder. Der Bach schwoll an. Die Brücke über ihn war überflutet. Der Mann stellte fest, eine Weiterfahrt sei nicht mehr möglich. Aber er werde zu Fuß weitergehen und von daheim Gummistiefel für seine Schwester holen. Er wusste genau, wo sich die überflutete und damit nicht mehr sichtbare Brücke befindet, und passierte sie ohne Probleme.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
