Notlandung auf dem Flughafen Schwechat: Reifenteile wurden ins Triebwerk gesogen
- Maschine musste gleich nach dem Start umkehren
- Großeinsatz: Notarzt zur Sicherheit bereitgestellt
Glimpflich ist ein Zwischenfall auf dem Flughafen Wien in Schwechat mit einer Iberia-Maschine ausgegangen. Schuld an dem Vorfall dürfte ein in ein Triebwerk geratener Reifen-Teil gewesen sein. Diese Ursache hat in Madrid auch ein Sprecher der spanischen Airline bestätigt. Eine Flugunfallkommission wird laut Polizei die genaue Ursache des Vorfalles untersuchen.
Die MD-88 der Iberia war mit Kurs Madrid in Schwechat gestartet. Laut dem Airline-Sprecher befanden sich 126 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Der Pilot des Fluges IB3575 meldete in der Folge Triebwerksprobleme. Die Maschine musste daraufhin umkehren. Das Triebwerk hat sich dem Iberia-Sprecher zufolge automatisch abgestellt. Um das Landegewicht zu reduzieren, blieb die MD-88 letztlich fast 80 Minuten in der Luft, ehe sie um 20.50 Uhr ohne Schwierigkeiten wieder in Wien aufsetzte.
Crashalarm am Flughafen
Auf dem Flughafen war unterdessen Crashalarm ausgelöst und alles für eine Notlandung vorbereitet worden, so die Polizei. Feuerwehren und Rettungsfahrzeuge seien in Bewegung gesetzt worden. 144 Notruf Niederösterreich berichtete von Bereitstellungs-und Aufstellungsalarm. Zwei Notarzthubschrauber (Christophorus 2 und 3), vier Notarztwagen aus Schwechat, Mödling, Klosterneuburg und Groß-Enzersdorf sowie 14 Rettungsfahrzeuge seien ausgerückt. Seitens der Feuerwehr standen neben jener des Flughafens auch Mannschaften aus Schwechat-Mitte, Rannersdorf, Mannswörth, Fischamend und Klein-Neusiedl sowie - nach Auslösung des Crashalarms - weiters aus Schwadorf, Himberg, Rauchenwarth, Ebergassing, Leopoldsdorf, Gramatneusiedl, Wienerherberg und Pellendorf im Einsatz.
Funkenflug bei Maschine
Die FF Schwechat-Mitte berichtete auf ihrer Homepage (http://www.ff-schwechat.at), dass bei der sogenannten Retourlandung der Iberia-Maschine "deutlich sichtbarer Funkenflug" festzustellen gewesen sei. Die Betriebsfeuerwehr des Flughafens habe das Fahrwerk unmittelbar nach dem Ausrollen der MD-88 gekühlt.
Retourlandung problemlos
Der Iberia-Sprecher in Madrid bestätigte, dass die Retourlandung problemlos verlaufen sei. Alle Passagiere blieben unverletzt. Sie verließen die Maschine auf normalem Weg, wurden in der Folge in den Terminal und schließlich in Hotels gebracht, hieß es seitens des Airports in Wien. Das Flugzeug sei zu Untersuchungen in die Werft gerollt worden. Die Passagiere wurden mit einer Ersatzmaschine nach Madrid geflogen.
(apa/red)
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