Deutschland kippt absolutes Rauchverbot: Keine Auswirkungen auf Österreich erwartet
- Ab 1.1. tritt auch hierzulande neues Gesetz in Kraft
- Deutsche könnten als "Rauch-Touristen" kommen

Verfassungsbeschwerden der Wirte in Deutschland haben zu einer Aufhebung des absoluten Rauchverbots in Einraumlokalen geführt. Die Gastronomen fühlten sich gegenüber größeren Betrieben, für die Ausnahmen gelten, benachteiligt. In Österreich tritt ab 1. Jänner 2009 ebenfalls ein schärferes Tabakgesetz in Kraft. Mit Schwierigkeiten wie im Nachbarland wird allerdings nicht gerechnet. Davon ist zumindest die Gastronomiesparte der Wirtschaftskammer überzeugt.
"Ich denke, dass die Regelung, die jetzt gemacht worden ist, eine praktikable ist", sagte Obmann Helmut Hinterleitner zur APA. In Österreich müssen nach dem 31. Dezember Lokale über 80 Quadratmeter ein Raucherzimmer einrichten, wenn sie den Griff zum Glimmstängel erlauben wollen. Gaststätten unter 50 Quadratmetern Größe dürfen frei entscheiden, ob sie den Gästen das Rauchen verbieten möchten. Bei Betrieben zwischen 50 und 80 Quadratmetern Größe urteilen ab Jänner die Behörde über eine räumliche Trennung.
Eine Benachteiligung einer Gruppe von Gastronomen fürchtete Hinterleitner durch dieses Regelung nicht. "Der Großteil der Lokale sind Mehrraum-Betriebe", betonte er. "Ich denke, dass sich das schlussendlich so einpendeln wird, wie die Gäste es sich wünschen." Zur Vorbereitung auf das neue Gesetz werden die Wirte bereits jetzt mit Informationen auf die Umstellung vorbereitet.
Nur vereinzelt Auswirkungen auf Österreich
Auswirkungen auf vereinzelte Betriebe sind allerdings durch das nun in Deutschland für Einraumbetriebe aufgehobene Rauchverbot denkbar. Die strenge Regelung im Nachbarland brachte Gaststätten nahe der Grenze zumindest teilweise mehr Geschäft. "Das haben wir schon gespürt, dass mehr Deutsche kommen", hieß es in einem Cafe in Oberösterreich. Viele Deutsche seien gekommen und hätten über die strenge Regelung im Nachbarland geschimpft. Dass durch die weitreichenden Verbote mehr Gäste aus dem Nachbarland nach Österreich gelockt wurden, sei ein "kompletter Schmafu", urteilte hingegen ein anderer Wirt. (apa/red)
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