Rückschlag für Microsofts Online-Geschäft:
Softwareriese muss größte Sparte umbauen
- Bereich Plattformen & Dienstleistungen wird gespaltet
- Nach Yahoo-Desaster geht Manager Kevin Johnson
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Der US-Softwarekonzern Microsoft organisiert nach dem Abgang eines hochrangigen Managers seinen größten Geschäftsbereich um. Die Sparte Plattformen und Dienstleistungen solle in zwei Teile gespalten werden, teilte der Softwareriese mit. Zuvor war der Bereichsleiter Kevin Johnson zurückgetreten. Der Manager hatte die Pläne für eine milliardenschwere Übernahme des Internetkonzerns Yahoo vorangetrieben. Aus Kreisen verlautete, dass Johnson zum Netzwerkausrüster Juniper Networks wechsele.
Der Abgang des Managers bedeutet für Microsofts Online-Geschäft einen weiteren Rückschlag. Johnson hatte bei den monatelangen Yahoo-Verhandlungen mit Microsoft-Chef Steve Ballmer eng zusammengearbeitet. Nach einer Einigung über die Besetzung des Yahoo-Führungsgremiums war ein Verkauf des Suchmaschinenbetreibers an Microsoft immer unwahrscheinlicher geworden.
Microsoft hatte Yahoo zunächst für mehr als 47 Milliarden Dollar (29,9 Mrd. Euro) ganz kaufen wollen. Als Yahoo ablehnte, strebte der Softwaregigant den Kauf eines 16-Prozent-Anteils sowie die Übernahme des Yahoo-Suchmaschinengeschäfts an. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte. (apa/red)
