Freitag, 25. Juli 2008

Infineon streicht 370 Stellen in Österreich:
Umsatzrückgang zeigt erste Konsequenzen

  • Personalabbau soll bis Ende des Jahres 2009 erfolgen
  • Drastische Einsparungen auch in anderen Bereichen

Der Umsatzrückgang beim Halbleiterkonzern Infineon führt nun auch zu personellen Konsequenzen. Nachdem der Umsatz im dritten Quartal 2008 um zwei Prozent unter jenem des Vorquartals lag, kündigte Infineon Austria die Streichung von 370 Arbeitsplätzen an. Vorstandschefin Monika Kircher-Kohl bezeichnete die Maßnahmen als "schmerzhaft", sie seien für die Konkurrenzfähigkeit aber notwendig.

Konkret sind 120 Jobs bei Infineon direkt und dazu 250 mit Leiharbeitern besetzte Stellen betroffen, der Personalabbau soll bis Ende 2009 erfolgen. Für die Betroffenen wurde mit dem Betriebsrat ein "attraktives Ausstiegsangebot" geschnürt, den Leiharbeitern wird finanzielle Unterstützung für allfällige Umschulungen angeboten. Dazu wird auch auf anderen Ebenen gespart, so sollen Reisekosten "drastisch gesenkt" und Sponsoraktivitäten kräftig gekürzt werden.

Weltweit 3.000 Stellen betroffen
Im Zuge des bereits angekündigten Sparprogramms sollen weltweit 3.000 Stellen wegfallen. Dies entspräche einem Zehntel der Arbeitsplätze bei Infineon. Derzeit beschäftigt Infineon Austria österreichweit rund 2.900 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro erzielt.
(apa/red)

25.7.2008 10:59