Sonntag, 27. Juli 2008

Austria besiegt Gludovatz Rieder mit 3:1: Veilchen siegreich trotz frühem Gegentor

  • Hattenberger, Bazina und Standfest trafen zum Sieg
  • Drechsel erzielte in Minute 14 ein Traumtor zum 0:1

Die Wiener Austria kommt ohne zu glänzen allmählich auf Touren. Mit einem 3:1-(2:1)-Heimerfolg gegen die SV Ried setzten die weiter ungeschlagenen Violetten ihren Aufwärtstrend in der 4. Runde der Fußball-Bundesliga fort. Trotz Rückstand durch ein Tor von Herwig Drechsel (14.) schafften die Hausherren noch vor dem Seitenwechsel durch Matthias Hattenberger (30.) und Mario Bazina (45.) die Wende, nach der Pause traf Joachim Standfest (53.) zur Entscheidung.

Nach bescheidenem Saisonstart mit zwei Remis in den ersten beiden Partien tankte die Austria in der Generalprobe für das UEFA-Cup-Rückspiel gegen Tobol Kostanaj Selbstvertrauen und schob sich zumindest bis zum Spiel von Red Bull Salzburg am Sonntag auf den zweiten Rang vor. Auch gegen Tobol gilt es nun, ein 0:1 aus dem Hinspiel aufzuholen. Die nun bereits seit 15 Auswärtsspielen in Serie sieglosen Rieder zeigten eklatante Schwächen bei Standardsituationen, verpassten auch deshalb den Sprung an die Tabellenspitze und rutschten auf Platz sechs ab.

Schock für die Austria-Fans
Neun Minuten waren gespielt, als den mehr als 7.000 Zuschauern erstmals der Atem stockte. Ein Kopfballtor des anstelle des gesperrten Salihi erstmals von Beginn aufgebotenen Daniel Hofer (10.) wurde aber zurecht wegen Abseits aberkannt. Nur wenig später durften die mitgereisten Fans der Innviertler aber überraschend jubeln. Nach einer missglückten Kombination zwischen Standfest und Hattenberger spazierte Kujabi über das ganze Feld und legte auf Routinier Drechsel ab, der den Ball elegant ins Tor schupfte.

Die Austria - von Trainer Karl Daxbacher in derselben Formation wie beim 1:0 in Linz in der Vorwoche aufs Feld geschickt - hatte zwar ein klares Plus an Spielanteilen, gegen einen defensiv eingestellten Gegner gelang es aber erneut nicht, Druck aufzubauen. Bezeichnenderweise kamen die Hausherren aus einer Standardsituation zurück ins Spiel - ein Rezept, das gegen Ried noch einmal Wirkung zeigen sollte. Sun zirkelte einen Eckball in den Strafraum, wo Hattenberger mit seinem ersten Treffer im violetten Trikot per Kopf zur Stelle war.

Gefährliche Konter-Stiche der Rieder
Die Oberösterreicher, die das Horr-Stadion weiter erst einmal (14. August 1999) als Sieger verlassen haben, setzten weiter auf Konterattacken und wären durch Lexa (35.) fast erneut in Führung gegangen. Nachdem Hofer im Zweikampf mit Schiemer Sieger geblieben und mustergültig aufgelegt hatte, traf der Rieder vor dem leeren Tor aber nur die Latte. Auf der Gegenseite traf Bak (40.) nach einer weiteren Ecke von Sun nur die Außenstange. Aus ihrer besten Kombination der ersten 45 Minuten ging die Austria doch noch in Führung. Bazina schloss nach Hattenberger-Flanke und Kopfball-Vorlage von Acimovic, wobei Brenner Foul reklamierte, ab.

Das Glückserlebnis vor dem Pausenpfiff im Rücken gelang dem Europacup-Teilnehmer auch nach Seitenwechsel ein Start nach Maß, wobei die Mannschaft von Paul Gludovatz erneut Schwächen in der Hintermannschaft offenbarte. Wieder trat Sun einen Eckball, das anschließende Tohuwabohu im Rieder Strafraum nutzte Standfest zur Vorentscheidung. Drechsel (65.) gab aus spitzem Winkel noch einen Warnschuss ab, nach dem Austausch der nicht ganz fitten Mittelfelddrehscheibe blieben die Gäste, die Negativserie in der Ferne im Rücken, aber zu harmlos. In den Reihen der Violetten durfte Neuerwerbung Mamadou Diabang in den letzten 25 Minuten noch seinen unauffälligen Einstand feiern.

FK Austria Wien - SV Josko Ried Endstand 3:1 (2:1)
Wien, Horr-Stadion, 7.032 Zuschauer, SR Brugger

Torfolge:
0:1 (14.) Drechsel
1:1 (30.) Hattenberger
2:1 (45.) Bazina
3:1 (53.) Standfest

Austria: Safar - Standfest, Bak, Schiemer, Majstorovic - Krammer, Hattenberger, Acimovic, Sun Xiang (61. Sulimani) - Bazina (82. Madl), Okotie (67. Diabang)

Ried: Gebauer - Brenner (53. Hadzic), Glasner, Stocklasa, Ulmer - Lexa (77. Bammer), Strak, Kovacevic, Drechsel (67. Toth), Kujabi - Hofer

Gelbe Karten: Sulimani bzw. Hofer, Lexa

(apa/red)

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27.7.2008 12:41