Kärntner hadern mit Pech und Unglück:
"Wir haben ein Problem", meint Schinkels
- Aufholjagd blieb auf der Gugl unbelohnt - 2:3
- Linzer rätseln über Rückfall nach 3:0-Vorsprung
·LASK gewinnt zum Geburtstag knapp 3:2
Aufholjagd der Kärntner reichte nicht mehr aus
·Linzer ASK feierte den 100. Geburtstag
Als Geschenk gibt's ein Match gegen Real Madrid

Deer LASK durfte sich über die Tabellenführung in der tipp3-Fußball-Bundesliga freuen. Da Lokalrivale Ried bei der Austria nicht gewann, empfangen Vastic & Co. heute zum 100-jährigen Bestands-Jubiläum das Starensemble aus Real Madrid sogar als Erster. Während dies für die Linzer aber eher zweitrangig ist, steht Austria Kärnten nach vier Runden bereits unter Zugzwang.
"Wir haben ein Problem" bezeichnete Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels die Situation nach dem 2:3 in Linz. Dass sein Team dreimal gut gespielt hat, davon kann er sich nichts kaufen. Unter dem Strich steht nur ein Punkt. Dass ihm Kapfenberg oder Altach mit einem Spiel mehr die rote Laterne übergeben, ist aber angesichts deren Gegner Red Bull Salzburg und Sturm Graz eher unwahrscheinlich.
Zumal auch der Tabellenrang zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch keine große Aussagekraft hat. Dem sind sich auch die Athletiker bewusst. "Am Freitag ist man noch kein Tabellenführer. Abgerechnet wird am Sonntag. Wer dann vorne steht, ist Tabellenführer", sieht es LASK-Präsident Peter-Michael Reichel wie auch Kapitän Ivica Vastic: "Die Tabellenführung ist eine Momentaufnahme."
Vastic ist traurig über Schwächen
Das Spiel gegen Kärnten zeigte Stärken und Schwächen des Traditionsclubs auf. Die Schwächen bezeichnete Vastic als "traurig, weil man nach einem 3:0 nicht mehr zittern darf." Zu den positiven Erscheinungen darf man durchaus Klaus Salmutter und Christian Mayrleb zählen. Ersterer hat nach seinem Abgang bei Sturm ein sehr gelungenes Debüt im LASK-Dress gefeiert, die frühe Führung von Florian Klein perfekt eingeleitet.
"Ich habe ihn mir gewünscht. Er hat sehr schnell ins Spiel gefunden. Daher freue ich mich für ihn, weil er sich das verdient hat", war Vastic mit Salmutter sehr zufrieden. Dazu bewies der 36-jährige Christian Mayrleb wieder einmal, dass ein Stürmer an seinen Toren und nicht am Alter gemessen wird. Er selbst bezeichnete seinen Doppelpack als "typische Mayrleb-Tore."
Der nervöse Mayrleb
Wie ein typischer "Knipser" fügte er nach seinen ersten Saisontoren, den Bundesligatreffern 165 und 166, hinzu: "Ich bin schon nervös geworden, weil ich in den ersten Runden nicht getroffen habe. Es war aber auch leichter, weil wir heute mehr Torchancen herausgespielt haben als vergangene Woche (0:1 bei Austria Wien, Anm.)." Mayrlebs Blick galt aber auch bereits dem nächsten Gegner, wenn es zum Schlager in Salzburg kommt.
"Natürlich haben sie eine sehr gute Mannschaft, da müssen wir uns warm anziehen. Wir rechnen uns aber trotzdem Chancen aus." Mehr Chancen darf sich in Zukunft wahrscheinlich auch Kärnten-Stürmer Nuhiu ausrechnen. "Wenn ich ins Spiel komme, gebe ich einfach das Beste. Der Rest ist die Entscheidung des Trainers", so der 18-jährige Kosovo-Albaner, der kurz nach seiner Einwechslung in der 78. Minute mit dem Tor zum 1:3 und dem Assist zum 2:3 die Partie noch einmal spannend gemacht hatte.
(apa/red)
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