Mittwoch, 23. Juli 2008

Die Leiden des jungen Eisels in den Bergen:
Etappen-Dritter 2005 hilft heuer nur aus

  • Sprinter muss mit bergiger Tour zurecht kommen
  • Profi-Vertrag für 2009 steht vor kurz dem Abschluss

Die Schlagzeilen der Tour de France gehören derzeit den Bergspezialisten - die besten Sprinter, soferne sie noch dabei sind, kämpfen sich mit großem Rückstand über die Alpenpässe. Auch Bernhard Eisel, der unter den Folgen eines Sturzes leidet, sucht sich bei Klettertouren stets einen Platz im "Gruppetto". Das einzige Ziel dieser letzten Gruppe ist es, vor Ablauf der Karenzzeit über die finale Linie zu rollen.

Eisel, in vergangenen Jahren selbst Top-Sprinter in seinen Teams und Etappen-Dritter (2005) bzw. Sechster (2007) der Tour, hat heuer Helfer-Aufgaben im Columbia-Rennstall des vierfachen Etappensiegers Mark Cavendish (GBR/Aufgabe vor den Alpen) sowie Tagessieger und Ex-Spitzenreiter Kim Kirchen LUX) zu erfüllen. "Ich habe gewusst, was meine Aufgabe sein wird, ich habe sie ordentlich erfüllt. Mein Team ist zufrieden", erklärte Eisel. "Es gibt keine erfolgreichere Mannschaft bei der Tour, die Stimmung bei uns ist Weltklasse."

Vertrag für 2009 steht vor Abschluss
Eisel steht kurz vor Abschluss eines Vertrages für 2009. "Noch vor dem Ende der Tour wird es soweit sein, es sind nur noch Details zu klären", sagte der Steirer zur APA.

Bei seiner fünften Tour musste er eigene Ziele zurückstellen, einen Wunsch hat Eisel aber doch. "Ich will auch diesmal unbedingt nach Paris." Leichtfallen wird es ihm nicht, die Endstation Sehnsucht aller Fahrer zu erreichen. "Mir steckt noch der Sturz auf der neunten Etappe in den Knochen und das wird bis Paris nicht besser werden", erklärte der Fünfte von Paris-Roubaix 2006, der einen Bluterguss im linken Hüftbereich erlitten hatte. "Ich sitze schief auf dem Rad und bekomme nicht die nötige Kraft auf die Pedale."
(apa/red)

23.7.2008 14:37