Obama schärft sein außenpolitisches Profil: Jettet von Berlin nach Paris und London
- Gespräche über den Iran beim Sarkozy-Kurzbesuch
- Dank für "außerordentlichen Einsatz" in Afghanistan

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Nach seiner Rede in Berlin hat der demokratische US-Präsidentschaftsanwärter Barack Obama sein außenpolitisches Profil bei einem Besuch in Paris weiter geschärft. Der Iran solle im Streit um sein Atomprogramm mit dem Westen einlenken und nicht darauf warten, dass die USA ihren nächsten Präsidenten wählten, sagte Obama nach einem Präsidentschaftskandidat von Berlin nach Paris.
Bei seinem Gespräch mit Sarkozy habe er den Franzosen auch für ihren "außerordentlichen Einsatz" in Afghanistan gedankt, sagte Obama. Er forderte zudem die Europäer zur Entsendung von weiteren Truppen nach Afghanistan auf. "Je mehr sich die NATO-Verbündeten engagieren, desto weniger sind die USA verpflichtet, weitere Truppen zu senden", sagte er. Die USA müssten mindestens zwei weitere Brigaden schicken, fügte er hinzu.
Sarkozy sagte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, seine Sicht stimme in vielen Dingen mit Obama überein. Er habe "leidenschaftlich" mit dem Demokraten diskutiert und warte "sehr ungeduldig" darauf, dass die USA im November ihren nächsten Präsidenten wählten. Es gebe viele Themen, die Europa und die USA zusammen angehen sollten, einen gemeinsamen Einsatz in Afghanistan etwa und das Problem des Klimawandels.
Beziehung Paris-Washington
Der konservative Staatschef legt großen Wert auf gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, nachdem das Verhältnis zu Washington unter seinem Vorgänger Jacques Chirac wegen des Irak-Krieges sehr kühl geworden war. Seinen ersten Urlaub als Präsident im vergangenen Sommer verbrachte Sarkozy in den USA.
Die letzte Etappe seiner Europareise ist London. Der Senator der Demokraten wird mit Premierminister Gordon Brown zusammentreffen. Auf seinem Programm stehen auch Gespräche mit Oppositionsführer David Cameron und dem früheren Premierminister Tony Blair, dem engsten Verbündeten von US- Präsident George W. Bush während des Irak-Krieges.
(apa/red)
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