Bundesheersoldaten im Tschad überfallen: Tat war allerdings nicht politisch motiviert
- Zwei Unteroffiziere wurden entführt und entwaffnet
- Darabos: "Vorfall schadete Bundesheer-Ansehen"
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Zwei Bundesheer-Soldaten sind im Tschad von Räubern überfallen und entwaffnet worden. Einen entsprechenden Bericht einer österreichischen Tageszeitung bestätigte der Sprecher von Verteidigungsminister Norbert Darabos, Answer Lang, gegenüber der APA. Es habe sich um einen rein kriminellen Akt gehandelt, der mit der politischen Lage im Tschad nichts zu tun habe.
Die beiden Unteroffiziere wurden mittlerweile repatriiert. Sie würden zur Aufklärung des genauen Sachverhalts befragt, so der Sprecher. Als Folge des Überfalls seien die Ausgangsbestimmungen für die Angehörigen des Tschad-Kontingents verschärft worden. So müssten jetzt mindestens acht Soldaten gemeinsam das Camp für Freizeitausflüge verlassen.
Die beiden Soldaten waren bei dem rund zehn Tage zurückliegenden Vorfall von einheimischen Kriminellen aus einem China-Restaurant gelockt worden. Die Räuber hatten eine Autopanne vorgetäuscht. Als die Soldaten helfen wollten, wurden sie überrumpelt und ihrer Waffen beraubt. Nachdem die Kriminellen die Soldaten etwa eine halbe Stunde durch die Gegend gefahren hatten, wurden sie freigelassen.
Verteidigungsminister Darabos kündigte gegenüber der "Kronen Zeitung" disziplinäre Folgen an. "Dem Ansehen des österreichischen Bundesheeres wurde geschadet", so der Minister.
(apa/red)
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